Deutscher Boxer Erziehung und Training – Tipps und Tricks


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Darum ist konsequente Erziehung und Training für den Deutschen Boxer so wichtig


Sie hätten gerne einen Vorzeigehund? Einen, der neben den Basiskommandos auch ein paar Tricks beherrscht? Der auf seinen Namen hört und zuverlässig abrufbar ist? Einen Vierbeiner, bei dem Sie keine Angst haben müssen, dass er nicht zurückkommt, wenn er abgeleint wird? Den Sie überall mit hin mitnehmen können und der sich freundlich gegenüber Besuchern und Passanten verhält? Der bei Hundebegegnungen neugierig ist und mit anderen Vierbeinern im Park spielt? Der ein paar Stunden alleine zu Hause verbringen kann, ohne gleich Ihre Inneneinrichtung zu zerstören oder die ganze Nachbarschaft mit seinem Jaulen und Bellen zu erfreuen?

Bleib! Kommando Boxer Erziehung
Boxer Erziehung: Ohne Arbeit und Engagement geht dies alles nicht. Einen Hund zu erziehen, passiert nicht über Nacht und kostet neben Konsequenz und Geduld auch so manche Nerven.

Das wichtigste Vorweg:

Ohne Arbeit und Engagement geht dies alles nicht. Einen Hund zu erziehen, passiert nicht über Nacht und kostet neben Konsequenz und Geduld auch so manche Nerven.

Der Boxer kann durchaus ein kleiner Sturkopf sein, umso wichtiger, dass seine Besitzer am Ball bleiben und ihn zwar planmäßig und beständig erziehen, allerdings mit viel Liebe und positiver Verstärkung. Mit Drohungen und Strafen werden Sie bei diesem selbstbewussten und mutigen Hund nicht weit kommen und das ist auch gut so.

Vorteile von Training und einer soliden Erziehung Ihres Deutschen Boxers:

  • Erziehung und Training stärken die Bande zwischen Hund und Halter
  • Die Aufmerksamkeit seines Besitzers zu haben ist für den Boxer das Größte. Darum wird er gern mitarbeiten.
  • Der Boxer ist sehr intelligent. Er mag neue Herausforderungen sowie sich körperlich und geistig anzustrengen
  • Klare Regeln strukturieren und vereinfachen das Zusammenleben von Hund und Familie.
  • Ein gut ausgebildeter Boxer darf sehr viel mehr Freiheiten genießen, als unerzogene Artgenossen.
  • Das Training verbessert die Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Boxer
  • Sie können den Boxer bedenkenlos überall hin mitnehmen
  • Der Deutsche Boxer gehört zu den Gebrauchshunden. Er hat gerne eine Aufgabe und mag auch sportlich gefördert werden.
  • Erziehung und Training des Boxers bauen Vertrauen in Sie als Rudelführer auf.

Damit es mit dem Training klappt: Ein paar Erziehungstipps für den Deutschen Boxer

1. Schaffen Sie ein gutes Lernumfeld

Für einen Welpen ist alles neu und aufregend. Da können schon die scheinbar harmlosesten Dinge eine große Ablenkung darstellen und schon kann der Kleine sich nicht auf Sie und das Training konzentrieren. Damit es mit der Erziehung klappt, sollte darum zunächst ein sehr reizarmes und vertrautes Lernumfeld gewählt werden. Gleiches gilt, wenn Ihr erwachsener Boxer einiges an Nachholbedarf in Sachen Erziehung hat.
Klappt es zu Hause oder im Garten, können Sie das Training an andere, mehr belebtere, Orte verlegen. Schließlich soll der Boxer lernen, dass Ihr Wort immer und überall Gültigkeit hat.

2. Achten Sie auf das richtige Timing

Hunde leben im Hier und Jetzt. Darum wird der Boxer Lob oder Tadel von Ihnen immer auf sein augenblickliches Verhalten beziehen. Kommen Sie nach Hause und er begrüßt Sie freudig, aber Sie sehen nur das zerfetzte Sofakissen im Flur und schimpfen, so wird er Ihren Ärger mit der Begrüßung in Verbindung bringen, aber nicht mit dem zerkauten Kissen. Oftmals reicht es beim Training sogar schon, wenn Sie nur ein paar Sekunden zu spät Belohnen. Darum ist Timing bei der Erziehung des Boxers enorm wichtig.

3. Bleiben Sie ruhig und geduldig

Sie haben auch nicht an einem Tag lesen und schreiben gelernt. Seien Sie also nachsichtig mit Ihrem Hund, wenn es mal länger dauert oder es an manchen Tagen einfach nicht so recht klappen will mit dem Training. Werden Sie keinesfalls wütend oder gar handgreiflich. Schlagen zerstört nachhaltig das Vertrauen in Sie und wird den Hund allenfalls vorsichtig machen aber niemals wird er so zu einem treuen Begleiter werden.
Wenn es zu sehr an Ihren Nerven zerrt, dass Sie beide gerade ein Trainingstief haben, brechen Sie lieber ab und machen eine Pause. Denken Sie daran: Ein guter Rudelführer verliert nie die Nerven, sondern bleibt ruhig und zuverlässig.

Wenn möglich, beenden Sie die Trainingseinheit mit einer Übung, die bereits beherrscht wird. So gibt es zum Abschluss ein kleines Erfolgserlebnis.

4. Arbeiten Sie mit positiver Verstärkung

Damit der Boxer mit Spaß bei der Sache ist, sollte er für richtiges Verhalten belohnt werden. Dies muss nicht unbedingt ein Leckerchen sein. Sie könnten auch ein Lieblingsspielzeug, Streicheleinheiten, verbales Lob oder ein Spiel als Verstärkung einsetzen. Wobei ein Leckerbissen tatsächlich oft am meisten Motivation erzeugt.
Fehlverhalten des Hundes kann aber durchaus auch getadelt werden. Arbeiten Sie mit Körpersprache und verbalen Signalen, wenn Ihr Boxer unerwünschtes Verhalten zeigt.

Belohnung Boxer Erziehung
Belohnung mit Leckerlies ist eine positive Verstärkung in der Boxer Erziehung

5. Bleiben Sie am Ball!

Ob Sitz, Ball holen oder zirkusreife Tricks: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Besonders bei komplexen Befehlen oder Tricks, kann es eine Weile dauern, bis Ihr Boxer versteht, was Sie von ihm möchten. Es ist oft günstig, Teilziele zu stecken und komplizierte Handlungsabfolgen in einzelnen Trainingseinheiten zu üben. Sie können dann zum nächsten Schritt übergehen, wenn das gesteckte Etappenziel erreicht wurde.

6. Bleiben Sie konsequent

Halten Sie sich an die einmal aufgestellten Regeln. Wenn der Boxer beispielsweise nicht mit im Bett schlafen darf, so gibt es davon keinerlei Ausnahmen. Ansonsten merkt Ihr Vierbeiner sehr schnell, dass er durchaus Privilegien erlangen kann, wenn er nur auf sein Recht beharrt. So entstehen unerwünschte (aber leider hausgemachte) Unarten, die hinterher nur schwer wieder korrigiert werden können. Also besser: Von Anfang an konsequent sein.

7. Deuten Sie Signale und Körpersprache Ihres Hundes richtig

Wer die Signale seines Hundes zu deuten lernt, wird schnell erkennen, wann ein guter Zeitpunkt zum Lernen ist und wann der Vierbeiner besonders motiviert bei der Sache wäre. Manchmal wird der Boxer Sie regelrecht auffordern, ihm eine Aufgabe zu geben oder zu spielen. Genauso wichtig ist allerdings auch zu erkennen, wann eine Trainingseinheit absolut sinnlos ist. Schläft der Hund gerade, ist er erschöpft, vollgefressen oder sehr abgelenkt, sollten Sie einen anderen Zeitpunkt wählen.


Der kleine Boxer Welpe hält Einzug: Womit fange ich an?

Zieht der Welpe endlich ein, ist die Verzückung oft groß. Schnell sind da die aufgestellten Regeln vergessen und dem kleinen Racker wird so manches verziehen. An den Zehen knabbern und in die Finger beißen ist ja sooo süß. Und wie der Welpe mit dem Schuh rangelt einfach niedlich. Wer jetzt nicht konsequent ist, wird schnell merken, dass solche Verhaltensweisen beim ausgewachsenen Boxer alles andere als hinreißend sind, sondern eher lästig und unter Umständen auch schmerzhaft.

Darum startet die Erziehung des Boxers ab Einzug, und zwar konsequent. Der Welpe kommt in einer sehr sensiblen Phase zu Ihnen, wo er alle Erfahrungen (positive, als auch negative) sehr nachhaltig abspeichert. So schnell, wie in dieser Zeit, wird er vermutlich nie wieder lernen. Also nutzen Sie diesen Umstand besser aus.

Womit Sie bei der Erziehung Ihres Boxers beginnen, ist Ihnen überlassen. Meistens lernt der Welpe gleich mehrere Sachen auf einmal, wie etwa seinen neuen Namen, die Hausregeln, Leinenführigkeit oder stubenrein zu werden.

Etwas aufschieben sollten Sie hingegen das Alleinbleiben. Am Anfang ist es nämlich sehr wichtig, dass immer eine Bezugsperson für ihn da ist, und zwar rund um die Uhr. Auch erste Basiskommandos, Tricks oder eine Hundesportart können durchaus warten. Dafür haben Sie nach der Eingewöhnung und Prägung noch ausreichend Zeit.


Wie bringe ich meinem Boxer seinen Namen bei?

Die meisten Besitzer wählen für Ihren Welpen einen anderen Namen, als den ursprünglich vom Züchter vergebenen. Dies ist absolut in Ordnung. Der Hund wird sich schnell umgewöhnen. Es ist allerdings wirklich wichtig, dass der Boxer seinen neuen Namen lernt, damit Sie seine Konzentration in jeder Lebenslage immer auf Sie lenken können. Enorm wichtig, wenn er später ohne Leine laufen soll. Denn genau dies soll der Namenszuruf bewirken: Seine Aufmerksamkeit zu erlangen.

Gehen Sie am besten so vor:

  • Wählen Sie am Anfang eine reizarme Umgebung für diese Übung
  • Nach dem Fressen macht das Training wenig Sinn (obwohl manche Boxer doch recht verfressen sein können und trotzdem scharf auf ein Leckerchen sind).
  • Bewaffnen Sie sich mit kleinen Belohnungshappen oder einem begehrten Spielzeug
  • Rufen Sie laut und freudig den Namen des Hundes
  • Reagiert er und sieht zu Ihnen, gibt es sofort ein Lob und die bereitgehaltene Belohnung
  • Hört er nicht auf Zuruf, so probieren Sie es nur noch ein weiteres Mal. Wer den Namen hingegen in Dauerschleife ruft, riskiert, dass dieses Wort seine Bedeutung verliert.
  • Üben Sie in den kommenden Wochen mehrmals über den Tag verteilt. Ihr Boxer merkt schnell, dass beim Klang seines Namens etwas Erfreuliches folgt.
  • Reduzieren Sie langsam die Gabe der Leckerchen, sodass es nur noch jedes zweite oder dritte Mal etwas zu Futtern gibt.
  • Ziel der Übung ist, dass Ihr Boxer später auch ohne Belohnung zuverlässig reagiert.

Wie bekomme ich meinen Boxerwelpen stubenrein?

Wie schnell sich erste Erfolge beim Training zur Stubenreinheit einstellen, hängt nicht zuletzt auch von Ihrem Engagement und Ihrer Konsequenz ab. Sie können also entscheidend mitbeeinflussen, wie rasch Ihr Welpe begreift und Ihre Wohnung sauber bleibt.

Mit den folgenden Tipps klappt es bestimmt:

1. Welpentoilette

Einige Besitzer zeigen dem Welpen beim Einzug einen Ort im Haus, an dem er sich lösen darf. Dies könnte eine Hundetoilette sein, spezielle Trainingspads oder eine andere saugfähige Unterlage. Manchmal wird dies aus Bequemlichkeit gemacht, wenn niemand nachts aufstehen und mit dem Welpen rausgehen möchte oder tagsüber gerade keine Zeit ist.

Für die Anfangszeit mag dies praktisch erscheinen. Es gilt allerdings zu bedenken, dass es hinterher schwer werden könnte, dem Boxer wieder abzugewöhnen ins Haus zu machen. Außerdem werden seine Hinterlassenschaften immer größer und sorgen für unangenehme Gerüche im Haus.

Boxer Welpen stubenrein bekommen
Wie schnell sich erste Erfolge beim Training zur Stubenreinheit einstellen, hängt nicht zuletzt auch von Ihrem Engagement und Ihrer Konsequenz ab.

2. Regelmäßige (kurze) Spaziergänge

Während der ausgewachsene Boxer ausgedehnte Spaziergänge mit viel Abwechslung liebt, braucht der kleine Welpe anfangs nur kurze, dafür häufigere Ausflüge an die frische Luft. Wer regelmäßig vor die Tür geht, erhöht nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass Häufchen und Bächlein auch tatsächlich in freier Natur erledigt werden.

Ein Intervall von ca. 2 Stunden wäre optimal oder wenn Sie auffälliges Verhalten bemerken (siehe nächster Punkt). Verrichtet der Boxer sein Geschäft draußen, loben Sie ihn viel und ausgiebig. Es darf ruhig auch ein Belohnungshappen sein. Der Welpe merkt an Ihrer Reaktion schnell, dass er gerade etwas richtig gemacht hat.

Nachts reicht es hingegen, wenn Sie ein- oder zweimal kurz vor die Tür oder in den Garten gehen. Insbesondere dann, wenn Ihr Welpe wach und unruhig ist. Einfach eine Jacke über den Schlafanzug und für ein paar Minuten raus an die frische Luft.

3. Erste Anzeichen richtig deuten

Schnappen Sie sich die Leine und gehen Sie immer mit dem Welpen raus, wenn:

  • Ecken aufgesucht werden
  • Er intensiv am Boden schnüffelt
  • Der Welpe sich hinhocken will
  • Ein Spiel unterbrochen und stattdessen wild geschnüffelt wird
  • Unruhiges Verhalten gezeigt wird oder Ihr Welpe winselt
  • Er sich vor die Tür setzt, dort kratzt oder wartet
  • Ihr Welpe aufgeregt hin und her läuft und dabei immer wieder die Nase zum Boden geht

Außerdem sollte es vor die Tür gehen:

  • Nach der Fütterung
  • Nach dem Aufwachen (morgens oder nach einem Schläfchen)
  • Nach dem Spielen/Training

4. Gassizeiten timen

Wenn Sie feste Fütterungszeiten einhalten, wird sich auch der Kotabsatz immer zu etwa gleichen Zeiten einstellen. Am Anfang könnten Sie sich Notizen machen, wann das große Geschäft verrichtet wird und längere Spaziergänge danach timen. Bei ungünstigen Konstellationen könnten Sie versuchen zu anderen Zeiten den Fressnapf zu füllen, damit der Kotabsatz etwas früher oder später erfolgt.

Wie reagiere ich richtig, wenn mein Welpe versehentlich doch in die Wohnung macht?

Übermäßiges Schimpfen oder Schläge sind absolut unangebracht, wenn Sie ein Malheur im Haus entdecken oder den Hund auf frischer Tat ertappen. Auch das Stupsen der Nase in die Hinterlassenschaften ist absolut unnötig und obendrein eklig. Außerdem kann es den Geruchssinn des Boxers nachhaltig schädigen. Wer mit solchen Methoden versucht, den Boxerwelpen stubenrein zu bekommen, wird scheitern. Sie sorgen allenfalls dafür, dass sich der Hund bessere Verstecke in der Wohnung sucht, um sich zu lösen oder er wird nervös in Ihrer Anwesenheit und traut sich gar nicht mehr, an der Leine sein Geschäft zu verrichten.

Besser, Sie gehen so vor:

1. Sie erwischen den Boxer inflagranti

Ihr Boxer zeigt auffälliges Verhalten oder macht sogar bereits Anstalten sich hinzuhocken oder das Beinchen zu heben? Sagen Sie laut “Nein” oder “Pfui” und bringen Sie ihn umgehend für einen Moment nach draußen. Auch dann, wenn er bereits sein großes oder kleines Geschäft in Ihrem Beisein beendet hat. Falls er noch einen geeigneten Platz am suchen war, sich allerdings erst im Freien löst, so loben Sie ausgiebig und überschwänglich.

2. Sie entdecken das Malheur hinterher

Machen Sie keine große Szene draus. Jetzt zu schimpfen würde sowieso nichts mehr bringen, denn der Welpe kann die Schelte nicht mehr mit dem Malheur aus der Vergangenheit in Verbindung bringen. Am besten, Sie wischen einfach alles kommentarlos weg, während Ihr kleiner Boxer in einem anderen Raum wartet


Wie wird mein Deutscher Boxer leinenführig?

Damit Spaziergänge entspannt ablaufen und für Hund und Halter ein Highlight und kein Kraftakt werden, sollte mit der Leinenführigkeit schon früh begonnen werden. Ein kleiner Welpe, der zieht und zerrt, mag putzig aussehen und noch einigermaßen zu handhaben sein, doch ein muskulöser und sportlicher Junghund oder gar erwachsener Boxer sieht da schon anders aus. Damit Sie bestimmen, wo es langgeht und nicht ihr Hund mit Ihnen spazieren geht, versuchen Sie Folgendes:

1. Auch hier gilt: Angefangen wird in einer Umgebung mit wenig Ablenkung.

2. Legen Sie die Leine vor den Welpen und loben Sie, wenn er diese in Augenschein nimmt.

3. Haken Sie die Leine in Halsband oder Geschirr. Der Boxer sollte lernen, dass von der Leine keinerlei Gefahr ausgeht und sie darum ruhig eine Weile hinter sich herziehen. Stellen Sie sich vor, Sie lassen die Leine aus Versehen fallen und Ihr Welpe rast wie vom Teufel verfolgt davon, weil er sich vor dem nachschleifenden Ungetüm bedroht fühlt. Dies könnte böse enden.

4. Ihr Boxer ist gelassen gegenüber dem langen Anhängsel? Dann heißt es Leine in die Hand nehmen und losgehen. Einige Welpen freuen sich so sehr, dass sie geradezu nach vorne drängen und überall hin möchten, wo es etwas Spannendes zu entdecken gibt. Sobald die Leine jedoch auf komplett gespannt wird und Zug entsteht, sollten Sie sofort stehen bleiben. Irgendwann wird Ihr Welpe schon nachsehen, warum es denn nicht weitergeht und sich zu Ihnen umdrehen. Das ist Ihr Stichwort. Gehen Sie weiter, ändern Sie jedoch die Richtung. Nach ein paar weiteren erfolglosen Zerrversuchen, wird der Hund verstehen, dass er sich an Ihnen orientieren muss und mit Zug auf der Leine nicht weit kommt.

5. Es gibt auch sturrköpfige Kandidaten, die haben partout keine Lust an der Leine mitzulaufen. Da werden schon mal vehement die Pfötchen in den Boden gestemmt oder der Welpe startet einen Sitzstreik, um nicht an der Leine laufen zu müssen. Auf keinen Fall sollten Sie ziehen, um den Hund zum Mitkommen zu bewegen. Oftmals verstärkt dies das Problem noch zusätzlich. Leisten Sie hingegen sanfte Überzeugungsarbeit. Leckerchen können ein großer Anreiz sein, es sich anders zu überlegen. Loben Sie den Hund, selbst, wenn er zunächst nur wenige Schritte an der Leine macht.

6. Klappt es ganz gut mit dem Leinentraining, so loben und belohnen Sie ruhig auch zwischendurch, wenn der Hund zu Ihnen sieht, um sich an Ihnen zu orientieren oder einfach ganz brav an lockerer Leine neben Ihnen herläuft.


Wie lange kann ein Deutscher Boxer alleine bleiben?

Hundehalter sowie Experten sind sich hier uneins. Die Zeitintervalle, die als akzeptabel angesehen werden, können sehr stark variieren. Klar ist allerdings: In den ersten Wochen der Eingewöhnung sollte der Hund am besten gar nicht alleingelassen werden. Dies weckt Urängste in dem kleinen Boxer und kann das Vertrauen in den Halter zutiefst erschüttern. Immerhin ist so ein Boxerwelpe auf sein Rudel angewiesen. Gibt es ihm doch stets Sicherheit und Geborgenheit. Viele Züchter empfehlen darum dringlichst, den Jahresurlaub während und nach dem Einzug des Hundes zu nehmen, damit der Welpe auf seine neuen Menschen geprägt wird und Vertrauen gewinnt.

Doch natürlich ist es nicht immer möglich, dass nach Ablauf der Urlaubstage stets jemand rund um die Uhr zu Hause ist. Also muss der Hund lernen, dass nichts Schlimmes passiert, wenn er mal ein paar Stunden allein die Wohnung hüten muss. Beginnen sollten Sie allerdings mit nur wenigen Augenblicken Abwesenheit, die zu Minuten und schließlich auch Stunden ausgedehnt werden. Länger als rund 5 Stunden sollten es dann allerdings nicht sein. Dies wäre nicht artgerecht. Bedenken Sie nur einmal, welche Qual es für den Vierbeiner ist, sich 8 Stunden oder länger (wenn Sie voll berufstätig sind) nicht lösen zu können und auch sein großes Geschäft nicht zu verrichten. Abgesehen davon, vermisst der Boxer sein “Rudel” und fühlt sich allein eben nicht wohl.

Wer einen Vollzeit-Job hat, sollte darum zumindest eine Hundekrippe oder einen Gassiservice in Erwägung ziehe. Möglich wäre auch Familie, Freunde, Nachbarn oder andere Bekannte um Hilfe zu bitten. In Ausnahmesituationen und Notfällen ist es natürlich mal in Ordnung, wenn es doch länger als 5 Stunden Wartezeit werden. Es darf eben nur nicht die Regel sein und sollte eine absolute Ausnahme bleiben.

So bringen Sie Ihrem Hund bei, für ein paar Stunden allein zu sein

Die wenigsten Hunde nehmen es ohne Protest hin, wenn Sie allein zu Hause bleiben müssen. Im Gegenteil: Mit Bellen, Jaulen, Kläffen und Kratzen an der Türe wird versucht, Herrchen oder Frauchen zurückzuholen bzw. mitzukommen. Aus Verzweiflung und Einsamkeit zerlegen mache Kandidaten sogar die Inneneinrichtung, machen aus Frust in die Wohnung oder zerlegen aus Langeweile Ihre Lieblingsschuhe.

Darum ist es enorm wichtig behutsam und vor allem langsam vorzugehen, wenn Sie Ihrem Boxer beibringen möchten, dass es nicht schlimm ist, wenn er hin und wieder ohne Sie zu Hause bleibt. So könnte es funktionieren:

1. Bewegen Sie sich frei im Haus und gehen Sie ab und an außer Sichtweite. Sie können ohnehin nicht 24 Stunden am Tag neben dem Welpen sitzen. Natürlich folgt Ihnen der kleine Racker anfangs noch überall hin, wird aber schnell merken, dass nicht immer etwas Aufregendes passiert und Sie stets wieder kommen.

2. Sie können gleich zu Beginn der Eingewöhnung Tabuzonen im Haus einrichten. Vielleicht das Badezimmer oder die Küche. Der Boxer wird lernen zu warten, bis Sie wieder hinauskommen. Auch das Bad eignet sich gut, da Sie ohnehin manchmal für ein paar Minuten dorthin verschwinden müssen.

3. Wenn Sie in einen anderen Raum gehen, schließen Sie für ein paar Augenblicke die Türe. Bleibt der Boxer ruhig, loben Sie, wenn Sie wieder hinauskommen. Fängt er hingegen an zu bellen oder Ähnliches, warten Sie einen Augenblick ab, in dem er sich ein wenig beruhigt hat, ehe Sie die Tür wieder öffnen. Ansonsten lernt Ihr Hund, dass er Sie durch sein Jaulen zurückholen kann.

4. Viele Hunde reagieren mit Stress und Trennungsangst, wenn Sie merken, dass Herrchen oder Frauchen sich fertigmachen, um das Haus zu verlassen. Schuhe und Jacke werden angezogen, die Schlüssel genommen usw. Ein Gegenmittel wäre, sich einfach so ab und zu mal den Mantel anzuziehen, nach den Schlüsseln oder der Handtasche zu greifen. Alles, ohne tatsächlich vor die Tür zu gehen. Schon bald wird Ihr Boxer bei diesen Handlungen nicht mehr gestresst reagieren und mit dem Alleinsein verbinden.

5. Machen Sie keine große Abschiedsszene. Ein kurzes “Sei brav” oder “Bis gleich” reicht.

6. Machen Sie keinesfalls den Fehler vor der Haustüre stehen zu bleiben und zu lauschen. Ihr Boxer macht nämlich genau das Gleiche auf der anderen Seite. Er wird Sie hören und riechen und vielleicht nur deshalb nicht bellen, weil er um Ihre Anwesenheit weiß. Besser: Gehen Sie kurz zum Bäcker, zu einem Nachbarn oder eine Runde um den Block.

7. Wer wissen möchte, was der Hund so treibt, wenn seine Menschen nicht zu Hause sind, könnte den Vierbeiner via Webcam beobachten. So sehen Sie, ob er vielleicht friedlich döst, unruhig ist, Ihre Wohnung in Einzelteile zerlegt oder gar herzzerreißend jault.

8. Gehen Sie erst zurück ins Haus, wenn es drinnen ruhig ist. Sie könnten dies ebenfalls mit der Webcam überprüfen und sich beispielsweise erst auf den Heimweg machen, wenn der Hund sich hingelegt oder zumindest beruhigt hat.

9. Natürlich dürfen Sie Ihren Hund begrüßen, allerdings braucht es dazu keinen Freudentanz. Immerhin möchten Sie doch, dass es für Ihren Vierbeiner das Normalste der Welt wird, dass Sie hin und wieder das Haus verlassen.

Extratipp:
Wurde der Boxer vor Ihrer Abwesenheit ausreichend ausgelastet, wird er eher zur Ruhe kommen, dösen oder relaxen. Gehen Sie darum ausgiebig spazieren, spielen oder trainieren Sie mit Ihrem Hund, ehe Sie das Haus verlassen. Um ihm die Langeweile zu Vertreiben und die Wartezeit zu verkürzen, könnten Sie ihm ein Lieblingsspielzeug aushändigen, einen leckeren Kausnack, einen gut gefüllten Kong oder eine andere Beschäftigung, die ihn ablenkt.


Ist für meinen Deutschen Boxer der Besuch einer Hundeschule ratsam?

Nicht nur für Ihren Hund lohnt sich eine Hundeschule, sondern Sie als Halter profitieren mindestens genauso davon. Insbesondere, wenn Sie hundeunerfahren sind oder dies Ihr erster Boxer ist. Bei Training und Erziehung des Deutschen Boxers kann nämlich einiges schief laufen und wer hinterher seine Fehler nicht mühsam wieder ausbügeln möchte, sollte besser von Anfang an alles richtig machen. Ein guter Trainer wird Sie in diesem Vorhaben unterstürzen, kann viele wertvolle Tipps geben und Hilfestellungen zur Richtigen Vermittlung von Kommandos bieten.

Meistens kommt der Welpe zunächst in einen Welpenkurs, wo er auf viele gleichaltrige Artgenossen jeglicher Größe und Rasse trifft.

Dies ist sehr wertvoll für seine Sozialisation und kann spätere Hundebegegnungen auf Gassirunden sehr viel angenehmer und harmonischer machen. Auch erste Basiskommandos werden spielerisch vermittelt und Sie lernen eine Menge über die Hundesprache und wie eine gute Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Vierbeiner aussieht.

Hundeschule für den Boxer
Hundeschule für den Boxer

Allerdings sollten die Racker nicht planlos aufeinander losgelassen werden. Neue Mitglieder sollten der Gruppe hingegen langsam vorgestellt werden und das Spielen unter Aufsicht und geordnet erfolgen. Unsichere Kandidaten kann es ansonsten enorm verängstigen, wenn sie sich plötzlich einer Gruppe von fremden Hunden gegenübersehen und es keinen Rückhalt durch den Halter gibt, weil er nur am Rand steht und zusieht. Der Hund wird lernen, dass er sich auf seinen Besitzer als Rudelführer nicht verlassen kann und wird sich schließlich selbst behauptet und die Dinge alleine regeln.

Und nach dem Welpenkurs?

Wie wäre es mit Junghundtraining? Besonders in der Pubertät schalten ja viele Vierbeiner plötzlich auf Durchzug und vergessen Ihre gute Welpenstube. Perfekt beherrschte Kommandos werden gekonnt ignoriert und Grenzen womöglich ausgelotet. Jetzt sind besonders viel Geduld, Fingerspitzengefühl und Konsequenz gefragt. Nicht wenige Besitzer geraten hin und wieder in Verzweiflung, wenn sie diesen hübschen aber sturen Boxerkopf vor sich haben. Ein Junghundkurs wird Ihnen dabei helfen, diese Phase erfolgreich zu durchschiffen und weiterhin ein gutes Gespann zu bleiben.

Natürlich gibt es auch Kurse für den bereits ausgewachsenen Boxer. Solch einer könnte beispielsweise besucht werden, wenn:

  • Ihr Boxer ein Notfall ist und Sie nichts über seinen Ausbildungsstand wissen
  • Der Hund bisher noch nicht viel kennengelernt hat
  • Bei unerwünschten Verhaltensweisen und Unarten
  • Bei Unsicherheiten Ihrerseits
  • Die Erziehung des Boxers schleifen gelassen wurde

Auch ältere Hude lernen durchaus noch dazu und können erzogen werden. Ob es sich nun um Basiskommandos handelt, Tricks oder Sie vorhaben eine Hundesportart auszuüben. Es kann eben nur ein bisschen länger dauernd, bis Ihr Boxer versteht, was Sie von ihm möchten. Der Lernprozess geht ein bisschen langsamer voran, als beim Welpen oder Junghund. Unmöglich ist jedoch nichts.

Lohnt sich Einzelunterricht für meinen Boxer?

Einzelunterricht könnte für Sie und Ihren Hund in Frage kommen, wenn:

  • Sie nicht in einer Gruppe lernen möchten
  • An Unarten und Verhaltensauffälligkeiten gearbeitet werden soll
  • Sie Intensivtraining möchten
  • Ihr Hund schlecht sozialisiert ist und andere Vierbeiner ihn stressen oder ablenken
  • Sie Privattraining bei sich zu Hause möchten, z.B. um gezielt an Problemen zu arbeiten

Und sonst?

Das Angebot der Hundeschulen geht meistens noch weit über die Basiskurse hinaus, kann jedoch stark von Schule zu Schule variieren. Fragen Sie darum nach dem jeweiligen Kursangebot, bevor Sie sich für eine Einrichtung entscheiden. Möglich wären unter anderem:

  • Social Walks mit anderen Hunden und Besitzern
  • Workshops (z.B. zu Klickertraining)
  • Erste-Hilfe am Hund
  • Turnierveranstaltungen/Wettkämpfe
  • Diverse Hundesportarten
  • Ausbildungen (z.B. Begleithundeprüfung, Schutzhundeprüfung)
  • Training für Hundesenioren

Vorteile einer Hundeschule für den Halter:

  • Tipps, Tricks und Anleitungen vom Trainer sind oft Gold wert, nicht nur für Hundeanfänger
  • Training mit anderen Besitzern und Hunden macht mehr Spaß
  • Die Körpersprache des Hundes richtig deuten und nutzen
  • Erlernen des richtigen Umgangs mit dem Hund in vielen Lebenslagen
  • Austausch mit anderen Besitzern
  • Neue Kontakte knüpfen
  • Hilfestellung bei Problemen
  • Richtige Vermittlung von Kommandos
  • Kursangebote erweitern Ihr Know-how
  • Sie werden ein gutes Hund-Halter-Gespann
  • Gemeinsame Zeit mit dem Hund wird sinnvoll genutzt und macht obendrein richtig Spaß

Was ist Klickertraining?

Beim Klickertraining wird ausschließlich mit positiver Verstärkung gearbeitet. Dabei wird jedes Verhalten des Boxers gelobt, das auch nur annähernd in die richtige Richtung zum Wunschergebnis hin geht. Um dem Hund zu vermitteln, dass er etwas richtig gemacht hat, wird ein kleiner Knackfrosch, der Klicker, betätigt. Anschließend folgt noch eine Belohnung in Form eines Leckerlis.

Alles, was Sie also benötigen, um mit dem Training anzufangen, ist der Klicker und viele kleine Minileckerchen, auf die Ihr Boxer besonders scharf ist. Damit das Klickern erfolgreich als Trainingsmethode eingesetzt werden kann, muss Ihr Boxer allerdings erst einmal verstehen, dass “Klick” bedeutet, er hat etwas gut gemacht und gleichzeitig so etwas wie ein Versprechen auf eine Belohnung ist. Darum besteht die erste Übung eigentlich immer darin, dass folgende Verknüpfung vom Hund gemacht wird: Klick = es folgt etwas Angenehmes. Dies erreichen Sie, indem der Boxer zunächst (ohne großes Zutun seinerseits) nach jedem Drücken des Knackfroschs eine kleine Leckerei erhält.

Klicker Training Deutscher Boxer
Beim Klickertraining kommt ein kleiner Knackfrosch zum Einsatz, dessen Geräusch dem Boxer vermitteln soll, dass er gerade etwas richtig gemacht hat. Gleich im Anschluss an das “Klick” gibt es eine Belohnung in Form einer kleinen Leckerei.

Wurde dies gut verinnerlicht, gibt es die Belohnungshappen nicht mehr einfach nur so nach jedem Klickern. Jetzt muss für das ersehnte “Klick” gearbeitet werden. Beherrscht Ihr Boxer beispielsweise bereits ein Kommando, wird der Knackfrosch erst betätigt, wenn der Befehl korrekt ausgeführt wurde. Anschließend gibt es die Belohnung. Der Boxer ist nicht dumm, er wird rasch verstehen, dass erst ein Klick ertönt, wenn er etwas richtig gemacht hat.

Hunde, die dieses Prinzip verstanden haben, sind oft sehr kreativ und bieten eigenständig Lösungsvorschläge an oder agieren mit Gegenständen, um dem Knackfrosch endlich ein “Klick” zu entlocken. Sie als Trainer belohnen dabei anfangs jedes noch so kleine Verhalten, dass dem Endergebnis ein Stückchen näher kommt. Der Boxer soll lernen, Ihnen die Fernbedienung zu bringen? Selbst das Ansehen der Fernbedienung oder das Beschnuppern werden zunächst belohnt.

Eine Trainingsmethode, viele Vorteile

  • Der Klicker erzeugt ein immer gleiches Geräusch und unterliegt keinen Schwankungen, wie die menschliche Stimme
  • Die Belohnungen motivieren den Hund zum Mitmachen
  • Sorgt für geistige und körperliche Beschäftigung, da Klickertraining vielfältig eingesetzt werden kann
  • Trainingsprinzip ohne Körperkontakt. Eignung darum auch für scheue oder problematische Hunde
  • Fördert die Kreativität Ihres Boxers
  • Eignet sich für viele unterschiedliche Trainings- und Ausbildungsziele (z.B. Hundesport, Grundkommandos, Tricks)
  • Auch zur Erziehung des Boxers einsetzbar
  • Klickertraining kann überall und jederzeit stattfinden. Sie benötigen nur den Knackfrosch und ein paar Leckerchen

Wie bringe ich meinen Boxer die Grundkommandos bei?

Grundkommandos heißen so, weil eigentlich jeder Hund sie können sollte. Sie sind quasi die Basis für eine gute Hund-Mensch-Beziehung und erleichtern den Alltag daheim und unterwegs. Meistens wird mit einfachen Befehlen, wie “Sitz” oder “Platz” angefangen, weil diese einfach zu vermitteln sind und sich Erfolge schnell einstellen. Später kommen weitere Kommandos hinzu oder es gibt Kombinationen, wie beispielsweise aus “Platz” und “Bleib”.

Wer seinen Hund auf Spaziergängen ableinen möchte, sollte unbedingt das Rückrufen trainieren und perfektionieren. Denn nur ein Hund, der absolut zuverlässig abrufbar ist, sollte ohne Leine ins Gelände. Ansonsten könnten schnell heikle Situationen entstehen. Ebenfalls gefährlich kann es werden, wenn Ihr Boxer unterwegs gerne Sachen aufspürt und frisst. Im schlimmsten Fall könnte es ein Giftköder sein. “Aus” ist darum ebenfalls sehr wichtig, allerdings nicht nur im “Extremfall Giftöder“. Generell sollte der Boxer bei “Aus” mit dem aufhören, was er gerade macht oder von etwas ablassen, dass in seinem Maul steckt. Dies könnten Ihre Lieblingsschuhe sein, aber auch das Bein des Postboten.

Giftköder
Achtung Giftköder! Hier muss das Rückrufkommando und AUS sofort sitzen.

Wie Sie Ihrem Boxer die Basiskommandos beibringen, ist Geschmackssache. Selbst Hundeschulen handhaben dies nicht immer gleich. Sie sollten also eine Hundeschule finden, die mit einer Trainingsmethode arbeitet, die Ihnen zusagt. Einige verwenden Handzeichen oder allein die Stimme. Auch Klickertraining oder Hundepfeife sind denkbar, sowie diverse Kombinationen aus den genannten Möglichkeiten.

Handzeichen: Boxer Erziehung
Handzeichen spielen bei der Erziehung eine große Rolle.

Die nachfolgenden Grundkommandos werden mit Stimme und positiver Verstärkung in Form von Leckerchen vermittelt:

Sitz

Die meisten Hunde verstehen diese Übung sehr schnell und nach nur wenigen Wiederholungen. Erlangen Sie die Aufmerksamkeit Ihres Hundes und stellen Sie sich vor ihn hin. Lassen Sie ihn an einer schmackhaften Leckerei in Ihrer Hand riechen, die er aber noch nicht bekommt. Wenn die lecker duftende Hand nun Richtung Schnauze wandert, wird er seinen Blick nicht abwenden können und wahrscheinlich sogar mit der Nase daran kleben. Führen Sie die Hand weiter auf ihn zu und über seinen Kopf hinweg. Um den Blickkontakt nicht zu verlieren, setzen sich viele Hunde nun wie von selbst hin. In dem Moment, wo der Boxer tatsächlich Bodenkontakt hat und sitzt, sagen Sie laut “Sitz” und geben die ersehnte Belohnung frei. Wenn Ihr Vierbeiner lieber rückwärts geht, anstatt sich zu setzen, starten Sie die Übung noch einmal von vorne.

Platz

Ihr Boxer versteht das Kommando “Sitz”? Prima, dann geht es mit dem nächsten Befehl weiter, denn “Platz” lässt sich daraus wunderbar ableiten. Bringen Sie Ihren Boxer also zunächst in eine sitzende Position. Sie halten wieder ein Leckerli in der Hand. Lassen Sie Ihren Hund daran schnuppern und senken Sie die Hand langsam gen Boden. Die Nase wird meist ganz automatisch folgen. Unten angekommen, ziehen Sie die Hand über den Fußboden, und zwar vom Boxer weg. Jetzt heißt es Daumen drücken. Einige Vierbeiner machen sich nun lang und legen sich hin. Geschafft! Geben Sie das Kommando “Platz” allerdings erst, wenn Ihr Boxer perfekt wie eine Sphinx liegt und nicht etwa wenn sein Bauch noch über dem Boden schwebt. Sollte Ihr Vierbeiner lieber aus der Sitzposition aufstehen, um dem Leckerchen zu folgen, geht alles auf Anfang und Sie beginnen noch einmal von vorne.

Bleib

Es ist eigentlich egal, in welche Position Ihr Boxer warten soll. Im besten Falle gehorcht er bei “Bleib” in jedweder Pose und rührt sich nicht vom Fleck. Einige beginnen diese Übung jedoch mit “Sitz” oder “Platz” als Ausgangsposition. Es ist wichtig, dieses Training am Anfang recht kurz zu halten, damit der Boxer begreift, was von ihm verlangt wird. Nachdem Sie also den Befehl “Bleib” gegeben haben, warten Sie ein paar Augenblicke stumm vor dem Boxer. Wenn er sich in dieser Zeit nicht bewegt hat, gibt es eine Belohnung.
Nach ein paar Wiederholungen wird es nun etwas schwieriger. Sie sagen wieder das Kommando, gehen diesmal aber ein oder zwei Schritte zurück. Alternativ können Sie auch die Zeitspanne ausdehnen, in der Sie warten, ob etwas passiert. Bleibt der Hund friedlich und regt sich nicht, wird erneut gelobt.
Der Boxer sollte immer so lange warten, bis Sie den Befehlt für beendet erklären. Dies könnte durch den Zuruf “Komm” passieren oder indem Sie auf den Hund zugehen und Die Belohnung reichen.
Variieren Sie nach und nach Ihre Entfernung und Position zum Boxer und gehen Sie schließlich komplett außer Sichtweite. Auch in diesem Fall sollte der Vierbeiner geduldig warten.

Aus

Egal, mit was sich Ihr Boxer gerade beschäftigt oder was sich in seinem Maul befindet: “Aus” bedeutet immer er soll sofort aufhören und/oder von etwas ablassen. Um den Befehl zu trainieren, eignet sich ein Zerrspiel oder auch das Apportieren. Spielen Sie zunächst wie gewohnt und geben Sie irgendwann das Kommando “Aus”. Lässt Ihr Boxer den Ball oder die “Beute” freiwillig los, loben und belohnen Sie dies freudig. Weigert er sich, können Sie den Gegenstand auch vorsichtig aus seinem Maul entfernen und sagen “Aus” sobald z.B. der Ball freigegeben wird. Es wird anschließend ebenfalls gelobt. Dann geht es sofort mit Spielen weiter. Schnell merkt Ihr Hund, dass er keinen Nachteil davon hat, wenn er Ihnen etwas überlässt. Er bekommt als Gegenleistung etwas zu Futtern und das Spiel geht danach auch direkt weiter. Doppelter Gewinn also.

Ballspielen Grundkommando Aus
Gerade beim Ballspielen ist das Grundkommando AUS wichtig.

Komm

Es ist gar nicht so schwer, seinen Hund davon zu überzeugen, auf Zuruf zu einem zu kommen. Sie müssen den Befehl nur mit etwas Angenehmen und/oder Spannendem verknüpfen. Wie? Rufen Sie Ihren Boxer immer dann mit “Komm”, wenn etwas Tolles ansteht: Sie nehmen die Leine und wollen Gassi gehen, Freunde kommen zu Besuch, es gibt Futter, er darf in den Garten, Sie haben sein Lieblingsspielzeug usw. Rasch begreift der Hund, dass es sich lohnt, zu gehorchen, denn jedes Mal gibt es etwas Aufregendes als Gegenleistung.
Damit Sie schnell Erfolge sehen, trainieren Sie zunächst in einer vertrauten Umgebung mit wenig Ablenkung. Wenn es dort klappt, probieren Sie es in belebteren Gegenden mit mehr Zerstreuung. Bei Trainingsversuchen in Wald und Flur können Sie zur Sicherheit eine Schleppleine verwenden, die als Ihr verlängerter Arm fungiert. So kann Ihr Boxer im Zweifelsfall nicht entwischen.

Nein

Dieser Befehl ist recht schwer zu vermitteln, weil Sie Ihren Boxer auf frischer Tat bei etwas Ungewolltem ertappen müssen, um ihn zu erteilen. Da einem Welpen aber bei der Eingewöhnung in der Regel viele kleine Fauxpas unterlaufen, geht es bei ihm etwas leichter, als beim ausgewachsenen Hund.
Ihr Boxer darf nicht aufs Sofa? “Nein!” Er buddelt in Ihren Blumenbeeten? “Nein!” Er soll den Müll nicht durchwühlen? “Nein!”
Sagen sie es laut und deutlich und unterstreichen Sie Ihre Aussage mit entsprechender Körpersprache. Machen Sie sich groß und stemmen Sie die Hände in die Hüften. Und denken Sie daran: Bleiben Sie konsequent. Nein heißt immer nein. Es gibt keine Ausnahme.

Wie leicht oder schwer lässt sich Ihr Boxer erziehen? Bitte erzählen Sie von Ihrem Hund und hinterlassen Sie einen Kommentar!


Ein Gedanke zu „Deutscher Boxer Erziehung und Training – Tipps und Tricks

  1. Es ist genauso wie beschrieben. Mit viel Liebe und Geduld und ausschließlich positiver Bestärkung ist meine süße Anarchistin zu einer superlieben jungen Hündin geworden. Boxer sind Traumhunde!

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