Deutscher Boxer Züchter

Boxer Züchter in Deutschland – Karte

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Boxer Züchter in Baden-Württemberg

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Boxer Züchter in Hamburg

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Boxer Züchter in Niedersachsen

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Boxer Züchter in NRW Nordrhein-Westfalen

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Boxer Züchter im Saarland

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Boxer Züchter in Sachsen

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Boxer Züchter in Sachsen-Anhalt

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Boxer Züchter in Schleswig-Holstein

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Boxer Züchter in Thüringen

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Welche Vereine und Clubs für den Deutschen Boxer gibt es in Deutschland?


Deutscher Boxer Züchter

Wer sich einmal für einen Boxer Welpen entschieden hat, dem kann es oftmals gar nicht schnell genug gehen, sich einen solch kleinen Racker nach Hause zu holen. Doch natürlich sollte der Züchter mit Bedacht und weniger in Eile gewählt werden. Schließlich möchten Sie einen gesunden und wesensfesten Hund, an dem Sie lange Freude haben werden.

Darum sollte auch der Kaufpreis weniger ausschlaggebend sein, sondern vielmehr das Know-how und die Kompetenz des Züchters. Immerhin hat ein seriöser Boxerzüchter gleich mehrere Vorteile. Lesen Sie weiter, um zu erfahren, wie Sie eine gute Zuchtstätte erkennen und einen seriösen Züchter von einem dubiosen Züchter oder gar Vermehrer unterscheiden können.

Boxer Welpen - Auswahl Züchter
Die Züchterauswahl ist der erste Schritt für einen gesunden Boxer.

Der erste Besuch beim Boxer Züchter – Was sollten Sie beachten?

Wenn Sie einen Züchter ausfindig gemacht haben, werden Sie vermutlich erst mal über das Telefon Kontakt aufnehmen. Manchmal gibt es bereits Welpen, ein anderes Mal ist ein Wurf gerade erst in Planung. Im letzteren Fall werden Sie aber keinesfalls abgewiesen. Im Gegenteil. Es können oft sogar vorab Welpen reserviert werden oder Sie kommen auf eine Warteliste. Selbst, wenn die kleinen Boxer noch gar nicht geboren sind. Sie werden als Interessent trotzdem fachmännisch und ausführlich beraten.

Doch auch, wenn die Welpen schon bei der Hündin in der Wurfkiste liegen und Sie in die Zuchtstätte fahren, um einen ersten Blick zu wagen, sollten Sie vor lauter Aufregung nicht alles Weitere ausblenden. Nehmen Sie die rosarote Brille ab und hören Sie auf Ihr Bachgefühl. Und damit sind nicht, die vielen Schmetterlinge im Bauch gemeint, die “Kaufen! Kaufen” rufen. Die können Sie fürs Erste getrost ignorieren. Nicht zur Seite schieben sollten Sie allerdings mulmige Gefühle oder Ungereimtheiten.

Folgende Umstände weisen auf eine gute und seriöse Zuchtstätte hin:

Checkliste
Checkliste Deutscher Boxer Züchter
  • Die Zuchtstätte wirkt gepflegt
  • Es riecht nicht streng oder stinkt gar
  • Die Wurfkiste wirkt sauber
  • Sämtliche Hunde haben Familienanschluss und leben nicht isoliert
  • Sie dürfen fragen, was immer Ihnen auf dem Herzen liegt. Sie werden eingehend beraten
  • Nicht nur Sie haben Fragen. Der Züchter wird wissen wollen, wie Ihre Lebensumstände sind und wo der kleine Boxer hinkommt.
  • Ein seriöser Züchter wird Interessenten auch schon mal davon abraten einen Boxer zu halten, wenn er Zweifel hat, dass sie ihm ein artgerechtes Leben ermöglichen können
  • Alle Hunde verhalten sich dem Züchter gegenüber freundlich und zutraulich und haben keine Scheu vor Fremden oder zeigen Aggression
  • Die Welpen wirken vital, aufgeweckt und gesund
  • Es wird nicht mit mehreren Rassen gleichzeitig gezüchtet
  • Die Anzahl der Hunde auf dem Gelände wirkt überschaubar
  • Sie dürfen zu einem späteren Zeitpunkt zu einer Besichtigung wiederkommen und erhalten oft sogar Updates über Newsletter oder die Webseite des Züchters
  • Keinesfalls wird Ihnen sofort ein Welpe aufgeschwatzt

Ein spannender Augenblick: Der Blick in die Wurfkiste

Da liegen sie: Ein Haufen kleiner, tapsiger und hinreizender Boxerwelpen. Einer von ihnen wird Sie (auch, wenn es sich wie eine Ewigkeit hinzieht) in wenigen Wochen nach Hause begleiten und Teil Ihres Lebens werden. Häufig gibt es ganz spontan einen Favoriten oder Sie verlieben sich auf der Stelle haltlos in einen der winzigen Kandidaten.

Bei all der Niedlichkeit sollten die Welpen dennoch genauer unter die Lupe genommen werden. Sehen Sie gesund aus? Wie verhalten sich die Racker gegenüber dem Züchter und anderen Menschen? Ist die Wurfkiste verdreckt oder isoliert untergebracht? Gibt es auch ein Welpenzimmer zum Toben und einen Freilauf/Garten? Welchen Eindruck macht die Mutterhündin? Bekommen Sie diese überhaupt zu sehen?

Züchter Welpen Untersuchung
Schauen Sie sich die Welpen beim Züchter genau an.

Ein Züchter ist sehr stolz auf alle seine Hunde und natürlich die Nachzucht. Gerne werden Ihnen die Boxer ausführlich vorgestellt. Sind es gekörte Zuchttiere? Wurden Preise gewonnen? Natürlich werden Erfolge und Titel gerne erwähnt. Falls der Boxer Deckrüde nicht aus dem gleichen Zwinger kommt, kann er zwar nicht präsentiert werden, aber sicherlich gibt es auch über ihn einige Infos oder sogar Fotos.

Werden Sie allerdings skeptisch, wenn Sie nur die Welpen zu Gesicht bekommen und die Hündin auch bei einem weiteren Besuch nicht zugegen ist oder Ihnen diverse Entschuldigungen (Ausreden) aufgetischt werden, warum sie nie da ist.


Zucht mit Herz, Verstand und regelmäßigen Kontrollen

Ein kompetenter Züchter hat fundiertes Wissen über die Rasse, ihre Eigenschaften und mögliche Krankheiten. Er hat Kenntnisse in Vererbungslehre und besucht Schulungen und Fortbildungen. Boxerzucht des Geldes wegen? Da kann ein guter Züchter nur schmunzeln. Vom Gewinn werden hauptsächlich die laufenden Kosten des Wurfs gedeckt. Davon den Lebensunterhalt bestreiten? Wohl eher nicht.

Vielmehr wird aus Liebe zur Rasse gezüchtet. Es ist wie ein Fulltime-Job, in den viel Verantwortung, Herzblut und Arbeit investiert werden und der mit Spaß, Freude und Stolz bezahlt wird. Dennoch ist und bleibt die Boxerzucht ein Hobby und die meisten Züchter gehen ganz normalen Berufen nach, wenn sie sich nicht gerade um ihre Hunde kümmern. Selbst der renommierteste Züchter ist demnach ein “Hobbyzüchter“.

Allerdings einer, der nach festen, Vereinsordnungen, Regeln und Standard züchtet und dessen Arbeit Kontrollen unterliegt. Andere “Züchter” ohne Vereinszugehörigkeit verpaaren hingegen oft auf eigene Faust, vielleicht sogar ohne Gesundheitsgutachten und bringen womöglich nicht das nötige Know-how für eine gelungene Aufzucht mit.

Der Vereinszüchter auf der anderen Seite wird vom Verein geprüft, er muss Mindestbedingungen für die Haltung und Zucht erfüllen, Gesundheitsvorschriften einhalten und die Welpen werden von einem Zuchtwart unter die Lupe genommen und beurteilt. Das angeeignete Wissen wird vom seriösen Züchter gekonnt eingesetzt. Er versorgt Hündin und Welpen besonders gut und kümmert sich um erste spielerische Erziehungsmaßnahmen. Außerdem legt er Wert auf Gewöhnung und eine solide erste Sozialisation.


Spielerische Gewöhnung und Sozialisation der Welpen

Der Welpe wird beim Züchter bereits viel kennenlernen und kam vielleicht schon mit folgenden Dingen und Begebenheiten in Kontakt:

  • Erwachsene, Kinder, Babys
  • Menschen mit ungewöhnlicher Kleidung/Accessoires: wie Hüte, Helme, Inliner, Fahrrad, wehender Mantel, Schirm
  • Andere Hunde
  • Andere Haus- und Wildtiere
  • Normale Alltagsgeräusche im Haushalt: Waschmaschine, Fernseher, Staubsauger, Telefon
  • Transportbox inkl. Fahrten im Auto
  • Gewöhnung an Halsband und manchmal auch schon an die Leine
  • Gewässer, die in der Nähe vorhanden sind: Fluss, See, Teich, Meer
  • Straßenverkehr und vielleicht auch öffentliche Verkehrsmittel
  • Verschiedene Untergründe: Gras, Fliesen, Sand, Asphalt, Teppich
  • Brücken, Aufzüge, Drehtüren, Schiebetüren, Stufen
  • Menschenansammlungen
  • Diverse Witterungsbedingungen und andere Umweltreize

Je mehr Ihr Boxerwelpe schon kennenlernen durfte, umso gelassener und entspannter wird er als erwachsener Hund. Diese Arbeit kann der Züchter natürlich nicht allein übernehmen, sondern Sie stehen ebenso in der Pflicht, wenn der Hund bei Ihnen einzieht. Gewöhnen Sie den Boxer vor allem an Begebenheiten, mit denen er später häufig zu tun haben wird.

Es lohnt sich natürlich den Züchter zu fragen, was der Welpe bereits kennt und ob die gesammelten Erfahrungen positiver Natur waren. Dies ist von besonderer Wichtigkeit. Schließlich werden nicht nur gute Erlebnisse in dieser sensiblen Zeit besonders tief verinnerlicht, sondern leider auch die Schlechten. Denken Sie auch an die Sozialisation und ermöglichen Sie regelmäßigen Kontakt zu anderen Vierbeinern und natürlich auch Menschen jeden Alters.

Boxerwelpen aus einer Zucht auf Rasen
Je mehr Ihr Boxerwelpe schon kennenlernen durfte, umso gelassener und entspannter wird er als erwachsener Hund.

Die Qualität der Rasse soll stetig verbessert werden

Ziel eines jeden Boxerzüchters sind vor allem gesunde Hunde, die möglichst frei von rassetypischen oder genetischen Erkrankungen sind. Um dies zu gewährleisten, werden die Zuchttiere natürlich tierärztlich untersucht und erhalten eine Bescheinigung über das Resultat. Solche Gutachten sind vorzulegen, wenn der Boxerrüde oder die Hündin eine Zuchtzulassung oder gar Körung erhalten soll. Es bestehen nämlich gesundheitliche Mindestanforderungen an alle vorgestellten Kandidaten.

Ist diese erste Hürde genommen, wird der Boxer natürlich auch auf seine Qualitäten hinsichtlich des Rassestandards überprüft. Es wird eine möglichst genaue Entsprechung angestrebt. Hunde mit Fehlern in der äußeren Erscheinung werden hingegen aussortiert und dürfen nicht in die Zucht. Gleiches gilt außerdem für den Charakter. Nur wesensfeste Hunde mit einwandfreiem Charakter dürfen ihre Gene weitergeben.

Der Verein gibt also strenge Vorlagen vor. So soll die Qualität der Rasse gesichert und im besten Fall sogar kontinuierlich verbessert werden. Damit eine möglichst gesunde, wesensfeste und dem Standard entsprechende Nachzucht gezeugt wird.


Die Gesundheit seiner Hunde ist dem Boxer-Züchter besonders wichtig

Neben den gesundheitlichen Mindestanforderungen ist der Boxerzüchter ebenso in der Verantwortung, seine Zuchttiere gesund zu erhalten und ihnen die bestmögliche tierärztliche Versorgung zukommen zu lassen. Er wird darum alle Hunde regelmäßig entwurmen und auch entflohen, sollte dies nötig sein. Auffrischimpfungen sind selbstverständlich ebenfalls wichtig und sollten nicht versäumt werden.

Durch seine Kenntnisse in Genetik und Zucht wird er außerdem sehr gewissenhaft bei einer Verpaarung vorgehen und nur besonders gesunde Hunde einsetzen, damit das Risiko für Erbkrankheiten absolut minimiert wird.

Inkompetente “Züchter” oder Vermehrer der sogenannten Wühltischwelpen hingegen belegen eine Hündin bei jeder Hitze und achten keinesfalls auf ausgewählte Paarungspartner. Hauptsache es gibt viele Welpen. In diesen Vermehrerbetrieben gibt es keine kontrollierte Zucht, keine gewissenhaften Impfungen, die Tiere sind oft allesamt ungepflegt und verwurmt, wodurch sich Keime, genetische Defekte und Parasiten mühelos ausbreiten können.

Natürlich können rassetypischen Erkrankungen auch in einer seriösen Zucht vorkommen, das Risiko ist jedoch weitaus geringer.

Folgende Erkrankungen treten bisweilen etwas häufiger unter Boxern auf:

  • Hüftgelenksdysplasie
  • Spondylose
  • Cauda Equina Syndrom
  • Dilatative Kardiomyopathie (DCM)
  • Magendrehung
  • Osteochondrosis dissecans (OCD)
  • Inflammatory Bowel Disease (IBD)
  • Epuliden

Damit die Welpen einen guten und gesunden Start ins Leben haben, wird der Boxerzüchter zudem folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Auffrischung des Impfstatus der Zuchthündin, falls überhaupt nötig
  • Eine Entwurmung kurz vor der Belegung
  • Tierärztliche Untersuchungen vor dem Deckakt und evtl. ein Abstrich
  • Hochwertiges Futter während der Trächtigkeit und der Zeit des Säugens
  • Regelmäßige tierärztliche Überwachung in der Trächtigkeit, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen
  • Betreuung der Hündin durch den Züchter Tag und Nacht um die Zeit des Wurftermins herum
  • Eingreifen bei Problemen während oder nach der Geburt (z.B. Flaschenaufzucht bei verwaisten oder zu vielen Welpen)

Außer dem Boxer werden noch andere Hunde gezüchtet oder es wird gleich ein ganzes Rudel gehalten? Handelt es sich um einen Vermehrer?

Nicht unbedingt. Als Hundeliebhaber gilt die Liebe des Züchters ja nicht exclusiv nur dem Boxer. Andere Hunderassen haben ebenfalls ihre Vorzüge und es gibt auch ganz tolle Mischlinge. Warum sollte ein guter Züchter also nur diese eine Rasse besitzen und nicht noch ein paar andersartige Exemplare in seinem Rudel haben?

Mehrere Rassen beim Boxer Züchter

Außer dem Boxer werden noch andere Hunde gezüchtet oder es wird gleich ein ganzes Rudel gehalten? Handelt es sich um einen Vermehrer?

Und natürlich kann dieses Rudel auf eine beträchtliche Größe anwachsen, wenn gerade Welpen da sind oder neben den aktiven Zuchttieren auch einige bereits im Ruhestand sind. Schließlich werden diese auch behalten und ihnen ein schöner Lebensabend bereitet. Falls Welpen nicht vermittelt werden können, haben sie beim Züchter ebenfalls eine dauerhafte Bleibe.

Trotzdem ist Vorsicht geboten, und zwar immer dann, wenn:

  • Sie mehrere Würfe entdecken
  • Es drei oder mehr Rassen gibt, mit denen gezüchtet wird
  • Mehrere Hündinnen trächtig sind
  • Sie kaum abschätzen können, wie viele Hunde sich tatsächlich in der Zuchtstätte befinden
  • Sie das Angebot erhalten, jeden Welpen, egal welcher Rasse, bekommen zu können

Wann kann ich meinen Welpen beim Boxerzüchter abholen?

Es müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein, ehe der kleine Boxerwelpe in sein neues Zuhause umziehen kann:

  • Erste Impfungen sind bereits erfolgt
  • Die Welpen wurden entwurmt
  • Jeder im Wurf hat ein Mikrochip-Implantat erhalten
  • Es wurde ein Kaufvertrag aufgesetzt und von beiden Parteien unterschrieben

Die früheste Abgabe der Boxerwelpen kann in der achten Woche erfolgen. Denn zu diesem Zeitpunkt wird ein Zuchtwart normalerweise den Wurf kontrollieren und zur Abgabe freigeben. Die Wurfabnahme kann aber unter Umständen auch später erfolgen, weshalb sich die neuen Besitzer eventuell ein wenig länger gedulden müssen. Doch keine Sorge: Die sensible Phase dauert etwa bis zur 16. Lebenswoche. Selbst danach kann ein Hund noch ohne Weiteres geprägt und sozialisiert werden. Es könnte womöglich ein wenig länger dauern, aber unmöglich ist es nicht.

Das erste Mal besichtigen können Sie die Racker jedoch oft schon in der vierten oder fünften Woche. Vor der Abgabe dürfen Sie dann für einen zweiten Besuch wiederkommen und einen weiteren langen sehnsüchtigen Blick auf den Welpen werfen. Wer Glück hat, bekommt regelmäßige Updates vom Boxerzüchter. Entweder per E-Mail oder direkt auf der Homepage des Zwingers.

Es ist wichtig, dass der Welpe die ersten beiden Lebensmonate exclusiv bei seiner Mutter, den anderen Wurfgeschwistern und vielleicht noch weiteren Hunden in der Zuchtstätte ist. So lernt er nicht nur die Hundesprache, sondern auch, sich im Rudel zu benehmen. Für die Erziehung im neuen Zuhause sind Sie dann schließlich verantwortlich.


Vor und nach dem Kauf: Ein guter Züchter steht Ihnen Rede und Antwort

Natürlich möchte der Züchter selbst nach der Abgabe immer noch das Beste für seine ehemaligen Schützlinge. Darum wird er Ihnen als Käufer sicherlich auch ein wenig auf den Zahl fühlen und in Erfahrung bringen wollen, wohin sein Boxer denn nun eigentlich kommt. Vielleicht fragt er nach Ihrer Wohnsituation, zum Beispiel ob Sie einen Garten haben oder ob Kinder oder weitere Hunde/Haustiere im Haushalt leben. Er kann Ihnen gute Tipps geben und Sie auf Besonderheiten aufmerksam machen.

Darüber hinaus ist er Ihnen auch gern bei der Auswahl des perfekten Welpen behilflich. Er kennt den Wurf ganz genau und kennt Charakter und Temperament all seiner Hunde. Entscheiden Sie also nicht unbedingt aus dem Bauch heraus, sondern beherzigen Sie ruhig den Rat des Züchters und sehen Sie sich den empfohlenen Kandidaten an.

Selbstverständlich dürfen Sie den Züchter ebenfalls alles fragen, was Ihnen unter den Nägeln brennt. Ob beim ersten Anruf, beim Besuch in der Zuchtstätte oder sogar nach dem Kauf. Ein guter Züchter freut sich immer über Feedback seiner Schützlinge, wie sie sich entwickeln und was ihr Einsatzgebiet ist. Auch bei Problemen oder Sorgen hat er ein offenes Ohr und wird beratend zur Seite stehen. Interessenten, die ihm ein Loch in den Bauch fragen, sind einem seriösen Züchter sicherlich lieber, als Spontankäufer, die hinterher haltlos überfordert sind.


Abgabe nur mit Kaufvertrag

Der Kaufvertrag regelt alle Rechten und Pflichten von Züchter und Käufer. In ihm werden alle relevanten Daten zum Hund festgehalten und darüber hinaus sogar Fehler (z.B. Hodenhochstand) oder Abweichungen vom Rassestandard (z.B Fehlfarbe) sowie der Gesundheitszustand des Welpen bei der Abgabe. Auch wichtige Eckdaten der beiden Vertragsparteien werden notiert.

Sollten sich Angaben nach dem Kauf als grob falsch herausstellen oder wird der Welpe kurz nach Umzug in sein neues Zuhause krank, darf der Käufer von seinem Rückgaberecht gebraucht machen. Viele haben sich zu dem Zeitpunkt allerdings schon Herz über Kopf in den Boxer verliebt und handeln lieber einen Preisnachlass aus.

Zusatzklauseln sind natürlich auch möglich. Wie etwa ein Erstkaufsrecht, sollte mit dem Boxerwelpen später selbst einmal gezüchtet werden. Denkbar wäre auch ein Rückkaufsrecht, Besuchsklauseln oder die Vereinbarung bestimmter Gesundheitsuntersuchungen des erwachsenen Boxers als Feedback für den Züchter.

Bei der Übergabe erhalten Sie zudem noch die Papiere des Welpen, wie etwa die Ahnentafel, Ergebnisse von Gesundheitschecks oder auch den Impfpass inkl. Mikrochipnummer.


Eine kleine Checkliste: Wie bereite ich die Ankunft des kleinen Boxers vor?

  • Machen Sie Ihr Zuhause hundesicher und entschärfen Sie alle Gefahrenquellen. Dies gilt auch für den Garten und Balkon!
  • Besorgen Sie die Grundausstattung für den Welpen. Kaufen Sie ein, was der Endgröße des Hundes bereits angepasst ist oder Sachen, die eine Zeit lang mitwachsen.
  • Fragen Sie den Züchter nach dem gewohnten Futter und legen Sie einen kleinen Vorrat an.
  • Bestimmen Sie vorab, wo der Fressnapf des kleinen Boxers stehen wird und wo er schlafen soll.
  • Vereinbaren Sie Regeln und altersgerechte Pflichten innerhalb der Familie (wer geht Gassi, wer füttert, pflegt, geht zur Hundeschule usw.), an die sich alle zu halten haben.
  • Ebenso sollte abgeklärt werden, was der Hund später darf (z.B. auf dem Sofa/Bett liegen) und was nicht.
  • Besuchen und begutachten Sie Hundeschulen und reservieren Sie einen Platz im Welpenkurs.
  • Lesen Sie ein paar gute Bücher über die Rasse und zur Hundeerziehung und Ausbildung.

Ist das neue Zuhause vorbereitet und alle ziehen an einem Strang, kann es endlich losgehen!


Die erste Zeit mit Ihrem Boxerwelpen

Sie nehmen den Boxerwelpen am Tag der Übergabe wahrscheinlich mit einem breiten Lächeln im Gesicht mit, doch für den kleinen Hund ist zunächst erstmal alles beängstigend und fremd. Andere Umgebung, fremde Menschen und Gerüche. Und dann fehlen ihm noch seine Mutter und die Wurfgeschwister. Gegen das Heimweh gibt Ihnen der Züchter oftmals ein Handtuch, Spielzeug oder Ähnliches mit, das der Welpe kennt und das zumindest etwas vertraut riecht. Manchmal erhalten Sie vom Züchter auch eine kleine Willkommensbox mit Proben des gewohnten Futters, einer Welpenfibel, kleinen Leckerchen, einem Kauspielzeug usw.

mit Boxer Welpen spielen
Zusammen mit dem Boxer Welpen spielen.

Um dem Welpen den Übergang leichter zu machen, sollte jemand Urlaub haben, wenn der Boxer schließlich einzieht. So hat er eine Bezugsperson, die rund um die Uhr für ihn da ist und ihn versorgt sowie spielerisch erzieht. Er wird Vertrauen gewinnen und sich schnell zurecht finden. Natürlich gibt es Kandidaten, die leiden sehr unter der Trennung, während andere alles so spannend finden, dass der Züchter schnell eine entfernte Erinnerung ist.

Bei der Ankunft im neuen Zuhause sollten Sie zudem Folgendes beachten:

1. Öffnen Sie die Transportbox und lassen Sie den Welpen ruhig erst mal alles erkunden.

2. Bestürmen und bedrängen Sie den Hund nicht, indem Sie ihn dauernd hochheben, knuddeln, bürsten oder ihn sofort zum Spielen auffordern.

3. Auch, wenn alle den Welpen sofort kennenlernen möchten: Vermeiden Sie Besucher in den ersten Tagen. Geben Sie dem Boxer Zeit, sich zunächst etwas einzugewöhnen.

4. Zeigen Sie Ihrem Hund, wo er Futter und Wasser findet, wo er schlafen darf (Hundebett) und ggf. wo er sich lösen darf (Garten, Zeitungspapier o.Ä.)

5. Loben Sie den Hund, wenn er von sich aus zu Ihnen kommt und Ihre Nähe sucht.

6. Erinnern Sie sich an die Regeln für den Hund und dass alle an einem Strang ziehen? Gut, denn Erziehung beginnt von Anfang an und die “Hausordnung” gilt ab Einzug. Sie sollten dem Welpen nichts durchgehen lassen, nur weil er so süß ist. Jeder sollte sich an die Vereinbarungen halten. Es gibt keine Ausnahmen. Der Boxer ist schlau und wird “Schwachstellen” ansonsten schnell ausfindig machen und zu seinem Vorteil nutzen.

7. Training und Erziehung sind das A und O. Genau wie Beschäftigung und Spielen. Widmen Sie Ihrem Hund täglich Ihre Aufmerksamkeit, besuchen Sie eine Hundeschule und setzten Sie das Gelernte zu Hause auch um.


Eine Checkliste: So erkennen Sie einen guten und seriösen Boxer Züchter

  • Kopf und Bauch sagen beide “Ja”
  • Die Zuchtstätte macht einen guten Eindruck
  • Es ist sauber (ein wenig Geruch und Hundehaare sind normal) und müffelt nicht übermäßig nach Hund
  • Die Zuchttiere haben neben Familienanschluss auch ein Grundstück/Garten zum Toben und Spielen
  • Sie sehen nicht nur die Welpen, sondern auch die Mutterhündin und ggf. den Deckrüden, falls er ebenfalls dem Züchter gehört
  • Der Züchter macht einen kompetenten Eindruck, beantwortet Fragen und berät Sie gerne
  • Ihnen wird ebenfalls ein wenig auf den Zahn gefühlt
  • Alle Hunde wirken gesund, vital und aufgeweckt
  • Die Tiere haben keinerlei Scheu/Angst vor dem Züchter, sondern freuen sich ihn zu sehen
  • Der Züchter hilft Ihnen bei der Auswahl des richtigen Welpen
  • Niemals wird Ihnen ein Hund aufgeschwatzt
  • Sie erhalten neben einem Kaufvertrag auch die Papiere des Hundes
  • Der Boxerwelpe wurde bereits entwurmt und geimpft
  • Ein Mikrochip wurde dem Welpen implantiert
  • Der Hund wird nicht vor der 8. Woche abgegeben, sondern frühestens nach einer ordentlichen Wurfabnahme durch den Zuchtwart.
  • Es wird nicht mit mehr als zwei Rassen gezüchtet

Vorteile eines eingetragenen Züchters auf einen Blick:

  • Er ist Fachmann auf seinem Gebiet, kennt die Rasse und ihre Besonderheiten in und auswendig
  • Kenntnisse in Genetik, Rassestandard und Aufzucht sind selbstverständlich
  • Der Züchter unterliegt der Zuchtordnung des Vereins, muss Voraussetzungen erfüllen und wird kontrolliert
  • Es gelten gesundheitliche Auflagen für alle aktiven Zuchttiere
  • Es wird nur mit Boxern gezüchtet, die eine Zuchtzulassung haben und demnach wesensfest sind sowie dem Rassestandard entsprechen
  • Erste Sozialisation und Gewöhnung der Welpen ist obligatorisch
  • Sie haben immer einen Ansprechpartner
  • Er züchtet aus Liebe zur Rasse

 


Was kann ich tun, wenn ich einen unseriösen Züchter oder Vermehrer entdecke?

Haben Sie einen unseriösen Züchter entdeckt, so schauen Sie bitte nicht weg. Falls Ihnen Angebote dubios vorkommen oder Sie bei der Kontaktaufnahme skeptisch werden, handeln Sie. Für einen Vermehrer oder schlechten Züchter sprechen folgende Kriterien:

  • Viel zu viele Hunde unterschiedlicher Rassen in seiner Obhut
  • Mehrere trächtige Hündinnen und/oder viele Würfe
  • Sie bekommen versichert, jedweden Welpen besorgen zu können
  • Wurfkiste und/oder Mutterhündin werden Ihnen nicht gezeigt
  • Welpen sind viel zu jung, um schon von der Mutter getrennt zu sein
  • Hunde wirken krank und ungepflegt
  • Die Tiere sind aggressiv, scheu oder ängstlich
  • Welpen werden auf Märkten, Rastplätzen oder Ähnlichem angeboten. Oft direkt aus dem Kofferraum heraus, wo etliche Hunde in Käfigen gestapelt eingepfercht sind
  • Solche Fahrzeuge haben oft ausländische Kennzeichen
  • Ihnen wird am Telefon angeboten, den Welpen vorbeizubringen oder die Übergabe ist irgendwo auf neutralem Gebiet (Rastplatz o.Ä.)
  • Es gibt weder Kaufvertrag, Papiere oder Impfbuch
  • Sie werden gedrängt einen Welpen zu kaufen
  • Beratung gibt es nicht

Kaufen Sie NIEMALS aus Mitleid. Genau dies sichert die Grundlage der Vermehrer. Nur, wenn die Nachfrage endlich versiegt, hört die Qual der dauerträchtigen Hündinnen und kranken Welpen für immer auf. Ja, es fällt schwer, solch einem armen Schatz ein schönes Zuhause zu verwehren, aber Sie können trotzdem etwas unternehmen, um den Tieren zu helfen:

1. NIEMALS kaufen!

2. Kontaktieren Sie das nächstgelegene Tierheim oder einen Tierschutzverein und informieren Sie diese über Ihren Verdacht.

3. Merken Sie sich unbedingt das Nummernschild und den Fahrzeugtyp, wenn Sie sehen, dass Welpen aus dem Kofferraum verkauft werden oder viele Hunde dort eingepfercht sind. Handelt es sich um ein ausländisches Kennzeichen, sind die Welpen mit ziemlicher Sicherheit illegal ins Land gebracht worden. Wenden Sie sich mit diesen Informationen an die Polizei.

4. Heucheln Sie Interesse an den Welpen und verwickeln Sie den Verkäufer in ein Gespräch, während Sie auf das Eintreffen der Polizei oder des Tierschutzes warten. Natürlich nur, wenn Sie es sich zutrauen.

5. Bei dubiosen Züchtern im Inland, benachrichtigen Sie den Tierschutz. Diese werden die Zuchtstätte in Augenschein nehmen und bei Handlungsbedarf weitere Schritte einleiten.


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