Was bedeutet BARF?

Deutscher Boxer BARFen, mit viel Liebe Gesund füttern.
Deutscher Boxer BARFen, mit viel Liebe Gesund füttern.

Industriell hergestelltes Futter gibt es noch nicht besonders lange. Zuvor wurden die Vierbeinern mit Schlachtabfällen und Essensresten vom Tisch oder aus der Küche gefüttert. Der Hundemagen ist dabei perfekt auf die Verdauung von rohem Fleisch ausgerichtet. Er hat aggressive Magensäfte und einen pH-Wert unter 1. Zudem besitzt der Hund einen kurzen Darmtrakt. Dies gibt ihm einen Vorteil gegenüber Keimen und Parasiten, da diese zusammen mit der rasch verdauten Nahrung den Körper schnell wieder verlassen und Futter nicht bis zu mehreren Tagen verweilt, wie bei Pflanzenfressern.

BARF raw food for dogs
BARF wird auch bei Boxer Besitzern immer beliebter

Barfen ist also kein neuer Trend, sondern eher wieder eine Rückkehr zur Biologisch Artgerechten RohFütterung (kurz BARF). Wer sich etwas in die Thematik einliest und ein paar Grundregeln beachtet, schenkt dem Hund nicht nur leckere Abwechslung im Napf, sondern auch eine besonders hochwertige und gehaltvolle Ernährungsweise. Dabei werden alle Futterkomponenten roh oder allenfalls leicht gekocht angeboten. Fleisch macht dabei den Löwenanteil von etwa 70-80 % aus. Die verbleienden 20-30 % sind andere Zutaten, wie beispielsweise Obst, Gemüse, Nüsse oder Öle.

Einige kurze Grundregeln zum Barfen:

1. Fleisch als Hauptzutat

Mit Fleisch ist nicht nur das zarte Muskelfleisch gemeint. Eigentlich kann so gut wie alles vom Tier zur Fütterung verwendet werden, also auch die Innereien, Blut, Knochen usw. Du kannst gängiges Fleisch verfüttern, wie Geflügel, Rind oder Lamm, aber auch Kaninchen, Pferd, Ziege oder ähnliche Sorten. Bitte füttere kein rohes Schweinefleisch! Hier besteht die Gefahr der Pseudowut!

Erwachsenen Hunden kannst Du gern große Stücke geben, die anschließend genussvoll zerkleinert und hinuntergeschlungen werden. Für Welpen und alte Hunde sollte Fleisch jedoch in etwas mundgerechtere Stücke zerteilt werden.

Zutaten BARF Hundeernährung
Woher kommen die Zutaten für das BARFEN?

2. Knochen

Fleischige Knochen sind nicht nur eine prima Beschäftigung, sie wirken zudem wie eine natürliche Zahnbürste und liefern viel wichtiges Calcium. Allerdings dürfen Knochen niemals gekocht angeboten werden, sondern immer nur roh! Durch das Erhitzen ändern sich nämlich Struktur und Elastizität, wodurch die Knochen leicht splittern können und mitunter böse Verletzungen verursachen. Geflügelknochen sind übrigens besser als ihr Ruf. Roh splittern sie keinesfalls und können bedenkenlos verfüttert werden.

3. Fisch

Fisch ist eine prima Alternative und Abwechslung zum Fleisch. Er sollte immer frisch verfüttert werden und liefert wichtige Fette, Vitamine, Kalzium, Iod und Natrium. 1-2 Mal pro Woche dürfen also Lachs, Shrimps, Barsch, Sardellen und ähnliches im Napf des Boxers landen.

4. Gemüse und Obst

Gemüse und Obst können dem Hund separat angeboten oder unter das restliche Futter gemischt werden. Du musst vermutlich ausprobieren, wie es Deinem Boxer am besten mundet. Einige Hunde knabbern gern an einer Möhre oder verdrücken eine ganze Banane, andere verziehen nur das Gesicht bei solcher Rohkost. Du kannst alles auch kleingerieben unter das Fleisch „schmuggeln“ oder kurz gekocht (aber noch knackig) anbieten. Achtung: Obst sollte vor dem Verzehr bitte entkernt werden.

5. Öle

Fett gehört in jede Mahlzeit des Hundes. Ansonsten können einige Vitamine nicht vom Hundekörper aufgenommen und verwertet werden. Falls Du also sehr mageres Fleisch fütterst, gib einen Schuss Öl hinzu. Bestens hierfür geeignet ist Lachsöl. Es hilft nicht nur bei der Aufnahme wichtiger Vitamine, es enthält auch noch wertvolle Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren. Ein weiterer netter Nebeneffekt: Es sorgt für wunderbar glänzendes Fell bei Deinem Boxer und stärkt seine Immunabwehr.

6. Milchprodukte

Können getrost weggelassen werden und kommen im natürlichen Speiseplan des Hundes eigentlich auch nicht vor. Zudem neigen einige Hunde beim Verzehr von Milch und Co zu Durchfall oder entwickeln Allergien. Falls Dein Boxer jedoch gern davon nascht, biete anstatt Milch lieber Joghurt oder Hüttenkäse an. Ein Würfel Käse kann zudem sehr überzeugend bzw. hilfreich sein, wenn es darum geht lästige Medikamente in den Hund zu bekommen. Eine Tablette, umhüllt von leckerem Käse wird oft so schnell verschlungen, dass die unliebsame Pille nicht mal bemerkt wird.

7. Getreide

Ist ebenfalls nicht notwendig, auch wenn viele kommerzielle Produkte viel davon enthalten. Wer mag, kann es dennoch in geringen Mengen verfüttern. Gut geeignet sind glutenfreie Sorten, die haben weniger Allergiepotenzial. Außerdem gibt Getreide extra Energie (vor Wettkämpfen) oder kann zum Aufpäppeln genutzt werden (z.B. bei sehr mageren Hunden).

8. Eier

Eier können zwar auch gekocht verfüttert werden, gehaltvoller ist jedoch das rohe Ei. Die Schale kann dabei einfach mit angeboten werden. Falls Dein Hund dieses Extrakalzium nicht so gern frisst, kann es auch zu Pulver zerkleinert unter das Futter gemischt werden. Ein oder zwei Eier pro Woche dürfen es durchaus sein. Das Eigelb verhilft dem Boxer übrigens auch zu einem schönen Fell.

9. Salz

Wer beim Barfen regelmäßig Knochen und Blut verwendet, kann auf eine Prise Salz im Futter verzichten. Ansonsten sollt etwas uniodiertes Speisesalz hinzugefügt werden.

Gibt es Nachteile, wenn ich meinen Boxer barfe?

  • Je nach vorhandenem Platzangebot, kann die Vorratshaltung erschwert sein
  • Eine große Gefriertruhe wäre optimal
  • Erfolgt ein zu einseitiges Angebot beim Barfen, können Mangelerscheinungen oder auch eine Überversorgung mit bestimmten Inhaltsstoffen die Folge sein
  • Gutes Buch zu dem Thema sollte zu Rate gezogen werden, um den Deutschen Boxer optimal zu versorgen. Keinesfalls sollte einfach losgelegt werden
  • Sehr selten kommt es zu Ansteckungen mit Parasiten, Keimen oder sonstigen Errregern
  • Du erhälst nicht alles, was zum Barfen nötig ist, im herkömmlichen Supermarkt. Ein guter Metzger oder eine Onlineshop, der aufs Barfen spezialisiert ist, versorgt Dich jedoch mit allen nötigen Komponenten

Was sind die Vorteile von BARF?

  • Du weißt genau, was im Futter drin ist
  • Sehr abwechslungsreich
  • Artgerecht
  • Keine Farb-, Konservierungs- oder Aromastoffe
  • Alle Komponenten werden fast vollständig vom Hund verwertet, daraus resultieren kleinere und seltenere Kotmengen
  • Oftmals ist BARF nicht oder nicht wesentlich teurer als Fertigfutter
  • Weniger Zahnstein und seltener Mundgeruch
Vorteile wenn ich meinen Boxer barfe
Vorteile wenn ich meinen Boxer barfe

Vorsicht bei Schweinefleisch

Besondere Vorsicht ist beim Verzehr von rohem Schweinefleisch geboten. Es könnte das für Hunde gefährliche Aujesky-Virus enthalten. Für den Menschen harmlos und absolut unbedenklich, kann es bei Hunden zur sogenannten Pseudo-Wut führen. Diese Krankheit endet immer tödlich und das oft in kürzester Zeit. Wenn Schweinefleisch gefüttert wird, dann also bitte immer vollständig durchgegart. Sicherer ist es jedoch komplett darauf zu verzichten.

Rohes Schweinefleisch
Rohes Schweinefleisch kann für den Boxer gefährlich werden.

Wo kann ich mich über das BARFen informieren?

Natural Dog Food: Rohfütterung für Hunde – Ein praktischer Leitfaden

Wer sich bisher nicht an das Barfen herangetraut hat, sollte diesen Ernährungsratgeber zur Handnehmen. Die Rohfütterung wird hier einfach und verständlich erklärt. Als Einsteigerlektüre und Leitfaden, aber auch Nachschlagewerk für Fortgeschrittene Barfer geeignet. Warum welches Futter im Napf landen sollte (oder eben nicht) und welche Vorteile diese Ernährungsweise gegenüber Fertigfutter hat, wird ausführlich diskutiert. Für eine abwechslungsreiche, leckere und artgerechte Ernährung Deines Hundes, mit rein natürlichen Inhaltsstoffen. Damit bald auch Dein Hund schöneres Fell, gesündere Zähne und mehr Freude am Fressen hat.
Natural Dog Food: Rohfütterung für Hunde - Ein praktischer Leitfaden
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Natural Dog Food: Rohfütterung für Hunde – Ein praktischer Leitfaden
  • Reinerth, Susanne (Autor)
  • 240 Seiten – 01.06.2005 (Veröffentlichungsdatum) – BoD – Books on Demand GmbH (Herausgeber)

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BARF, die Rohfütterung des Hundes, erfreut sich zunehmender Beliebtheit und ist eine echte Alternative zu Fertigfuttermitteln der Hundeindustrie. Doch wie lege ich eigentlich los und was darf überhaupt im Napf landen? Dieser Ernährungsratgeber vermittelt solide die Grundlagen des BARF und wartet mit tollen Schritt-für-Schritt Anleitungen auf. Zudem werden häufige Fragen über BARF eingehend beantwortet und für fortgeschrittene Rohkostfütterer gibt es sogar noch vertiefende Hinweise. Worauf es ankommt und welche Fehler unbedingt vermieden werden sollten, darüber informiert dieses umfangreiche Buch.
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Deutscher Boxer Barfen - Einfach und mit ganz viel Liebe!
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