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Nur nichts überstürzen! – Überlegungen vor dem Kauf eines Deutschen Boxers


Vermutlich spielst Du bereits länger mit dem Gedanken, Dir einen Boxer zu kaufen. Du findest die Vorstellung eines vierbeinigen Begleiters toll und wünschst Dir nichts mehr, als diese tierische Gesellschaft endlich um Dich zu haben. Doch bei all der Euphorie darfst Du vor allem die Bedürfnisse des Hundes nicht außer Acht lassen. Nur wer dem Boxer ein schönes, sicheres und artgerechtes Leben bieten kann, wird am Ende einen glücklichen und gesunden Vierbeiner an seiner Seite haben.

Deutscher Boxer kaufen
Überlege Dir gut ob Du wirklich einen Deutschen Boxer kaufen willst!

Zudem kommen mit der Hundehaltung einige Veränderungen und jede Menge Verantwortung auf Dich zu, und zwar ungefähr für die nächsten 10-12 Jahre. So hoch liegt nämlich die Lebenserwartung des Deutschen Boxers. Umso wichtiger, dass der Vierbeiner nicht nur in liebevolle, sondern vor allem auch verantwortungsbewusste Hände kommt. Mache Dir bewusst, dass ein Lebewesen bei Dir einzieht, welches vollkommen auf Dich angewiesen sein wird.

Schaffe darum die bestmöglichen Startbedingungen für eine gelungene und problemlose Hund-Mensch-Beziehung. Die nachfolgenden Fragen und Anregungen sollen Dich dabei unterstützen und zum Nachdenken anregen. Denn nicht immer passt ein Vierbeiner gerade ins Leben und sei der Wunsch danach noch so hoch. Lieber den Kauf eines Boxers verschieben und später richtig genießen, als die Anschaffung übers Knie zu brechen und hinterher vor lauter Problemen zu stehen.


Sind alle mit dem Kauf des Boxers einverstanden?

Deine Liebe zu Boxern in allen Ehren, aber nicht jeder ist so hundevernarrt wie Du. Bevor Du nun also loslegst und nach Adressen von Züchtern suchst, solltest Du den Kauf eines Boxer Hundes erst mal mit der Familie oder Deinem Partner besprechen.

Schließlich sollten alle den Boxer willkommen heißen und ihn nicht nur tolerieren oder stumm und teilnahmslos hinnehmen. Die Verantwortung wird im besten Fall auf alle im Haushalt aufgeteilt. Es können sogar Kinder schon altersgerecht mithelfen. Schließlich seid Ihr gemeinsam das Rudel Eures neuen vierbeinigen Gefährten und darum ist es enorm wichtig, dass Ihr zusammen an einem Strang zieht.

Deutscher Boxer mit jungem Paar
Wenn Du einen Deutschen Boxer kaufst, sollte auch Dein Partner damit einverstanden sein!

Ist jemand absolut gegen die Anschaffung des Boxers, sollte das Gespräch gesucht werden. Warum wird der Hund abgelehnt? Gibt es stichhaltige Bedenken, die gegen einen Kauf sprechen? Vielleicht wurden in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit Vierbeinern gemacht oder jemand befürchtet zu viel Unordnung und Dreck im Haus.

Ebenso ist denkbar, dass jemand den Verdacht hegt, am Ende allein mit der Verantwortung dazustehen. Was es auch ist: Können Bedenken nicht aus dem Weg geräumt werden, solltest Du vom Kauf eines Boxers absehen und besser noch eine Weile warten. Ansonsten ist womöglich regelmäßiger Krach zu Hause vorprogrammiert und der Vierbeiner wird unverschuldeterweise zum dauernden Streitthema.

Die Kinder möchten so gern einen Boxer – Sollte ich dem Wunsch nachgeben?

Nur, wenn Du ebenso gern einen Boxer bei Dir zu Hause aufnehmen möchtest. Denn mal ehrlich: Kinder sind Kinder und ihre Versprechen und Indianerehrenworte sich (garantiert, immer und auf jeden Fall) um den Hund zu kümmern, sind alles andere als verlässliche Aussagen. Kommt der Welpe ins Haus, ist die Begeisterung noch riesengroß, aber die anfängliche Euphorie weicht manchmal dann doch irgendwann der Ernüchterung. Nämlich wenn realisiert wird, dass so ein Hund einen Haufen Arbeit macht, und zwar jeden Tag. Egal, ob es regnet oder schneit, ein Feiertag ist oder Ferien sind.

Falls Du also in Erwägung ziehst, dem Betteln Deiner Kinder nach einem Boxer nachzugeben, so machen Dir bitte bewusst, dass Du als Erwachsener trotz allem die volle Verantwortung für den Hund tragen wirst. Vollkommen egal, ob das Interesse der Kinder nachlassen sollte oder nicht. Gut möglich, dass der Deutsche Boxer sogar dann noch bei Dir zu Hause wohnt, wenn der eigene Nachwuchs schon längst flügge geworden ist. Bei einer Lebensspanne von über 10 Jahren durchaus möglich.

Willst Du allerdings ebenfalls gerne einen Boxer Dein Eigen nennen und möchtest Deine Kinder mit einem Hund aufwachsen sehen, so spricht nichts gegen den Kauf. So ein Vierbeiner kann ein toller Spielkamerad sein, Vertrauter, Trostspender oder Beschützer. Zudem lernen selbst kleinere Kinder, was Verantwortung bedeutet. Weise ihnen Aufgaben zu, die sie bereits bewältigen können, wie das Fell zu bürsten, Halsband umlegen oder Futternapf befüllen. Ältere Kinder und Teenager können den Boxer hingegen mit Spielen beschäftigen oder ihn zum Gassigehen ausführen.

Ganz wichtig: Der Deutsche Boxer gilt als sehr kinderlieb und freundlich und ist nicht umsonst ein viel geliebter Familienhund. Dies setzt allerdings gutes Training und vor allem Sozialisation voraus. Dennoch sollten Kinder niemals unbeaufsichtigt mit dem Hund alleingelassen werden. Vor allem Babys und Kleinkinder können Drohsignale des Vierbeiners nicht deuten und bringen sich womöglich in brenzlige Situationen.

Sie rennen beispielsweise auf den Hund zu, hauen ihn mit Spielzeug, ziehen sich an ihm hoch, schreien oder weinen laut, zupfen am Schwanz oder den Ohren. Hinzu kommt ihre natürliche Grobmotorik. Ein lieb gemeintes Streicheln kann da durchaus schmerzhaft sein. Das alles kann dem Hund durchaus zu viel werden, erst recht, wenn seine Körpersprache und Drohsignale nicht verstanden werden.

Hast Du oder jemand anderes aus Deiner Familie eine Tierhaarallergie?

Allergietest gegen Hundehaare
Ein Allergietest klärt ob Du gegen Hundehaare allergisch bist.

Du weißt nicht, ob jemand in Deiner Familie allergisch auf Hunde reagiert? Da sind ein Besuch beim Hautarzt und die Durchführung eines Allergietests vor dem Hundekauf durchaus empfehlenswert. So bewahrst Du Dich und den Boxer Welpen vor unnötigen Enttäuschungen, falls jemand tatsächlich allergisch sein sollte und der Hund somit nach kürzester Zeit wieder abgegeben werden müsste. Tränen wären so sicherlich vorprogrammiert.

Gibt es hingegen eine bekannte Tierhaarallergie, so muss dies trotzdem nicht gleich das Aus für den Boxerkauf bedeuten. Nicht jeder reagiert nämlich gleich intensiv bei allen Rassen. Eine Möglichkeit wäre also, den Test mit Boxerhaaren zu wiederholen.

Zudem gibt es noch die Option der Desensibilisierung. Allerdings ist die Prozedur recht langwierig und kann sich Wochen oder gar Monate hinziehen. Mit etwas Glück führt sie jedoch zum gewünschten Ergebnis.

Hat jemand Angst vor dem Deutschen Boxer?

Furcht oder gar eine Phobie vor Hunden sollte immer ernst genommen werden. Bitte sieh von einem Boxerkauf ab, solange nicht geklärt ist, warum jemand Angst hat. Vielleicht wurden in der Vergangenheit unliebsame Erfahrungen mit Vierbeinern gemacht, wie Schnappen oder Beißen. Nicht jeder kommt zudem mit Hunden klar, die überschwänglich an einem hochspringen möchten oder laut bellend zum Spielen auffordern. Selbst aufgeregtes und freundliches Schwanzwedeln oder Handabschlecken empfinden einige als bedrohlich und unangenehm.

Falls Du die Ursache für die Angst vor Hunden herausbekommen kannst, so lässt sich vielleicht ein Lösungs- oder Therapieansatz finden, um ihr entgegenzuwirken. Es könnte der Person auch die „Hundesprache“ nähergebracht werden, um mögliche Missverständnisse bezüglich Verhaltensweisen des Vierbeiners aus dem Weg zu räumen. Wenn alles nichts hilft, sollte der Wunsch nach einem Boxer allerdings verschoben werden. Es sollte sich niemand unwohl fühlen oder in ständiger Angst leben müssen. Das musst Du akzeptieren.

Kann ich mir einen Boxer anschaffen, obwohl ich eine Vollzeitstelle habe?

Unmöglich ist es sicherlich nicht, allerdings solltest Du in diesem Falle gewisse Vorkehrungen treffen bzw. Voraussetzungen mitbringen. Wenn Du den ganzen Tag arbeitest, aber jemand anderes (z.B. Familienmitglied, Partner, Mitbewohner) zu Hause ist und sich um den Hund kümmert, steht dem Kauf eines Deutschen Boxers sicherlich nichts im Wege. Gleiches gilt, wenn der Vierbeiner in Büro und Co. geduldet wird, was jedoch selten der Fall sein dürfte.

Anders hingegen, wenn der Vierbeiner von morgens bis abends ganz allein sein Dasein fristen muss. Dies ist sicherlich nicht artgerecht. Erst recht nicht für einen Boxer, der so anhänglich und treu ist, dass er wirklich immer und überall mit von der Partie sein will. Es müsste schon ein Hundesitter her, Du bringst den Vierbeiner in die Tagesbetreuung einer Hundekrippe oder es kümmert sich ein Gassiservice um den Boxer. Vielleicht kannst Du den Vierbeiner auch zu Verwandten, Nachbarn oder Freunden bringen.

Allerdings bleibt die Frage, ob die Anschaffung des Boxers tatsächlich so sinnvoll ist, wenn Du Dich nur in den Abendstunden oder am Wochenende wirklich um ihn kümmern kannst. Dies würde außerdem bedeuten, dass beinahe Deine gesamte Freizeit für den Hund benötigt wird und Du kaum Zeit für anderes haben wirst. Bist Du gewillt, Deinen Feierabend und freie Wochenenden immer dem Hund zu opfern? Bedenke: Der Boxer ist ein Energiebündel, dass ausgepowert werden will und viel Beschäftigung benötigt. Allein zu Hause kommt er vielleicht auf dumme Gedanken und entwickelt aus Langeweile Unarten. Da solltest Du besser zum Wohle des Hundes entscheiden.

Ähnliches gilt übrigens, wenn Du als Single einen Boxer halten möchtest. Hier musst Du genauso Hilfe von außen in Anspruch nehmen, um den Hund zu versorgen, falls Du tagsüber einfach nicht zu Hause sein kannst.

Ich wohne zur Miete, kann ich trotzdem einen Boxer kaufen und halten?

Hundehaltung - Mietvertrag
Die Hundehaltung sollte im Mietvertrag geregelt sein.

Dies hängt davon ab, was in Deinem Mietvertrag festgehalten wurde. Ist die Haltung eines Hundes ausdrücklich gestattet, darfst Du Dich freuen.

Allerdings fehlen in Verträgen leider sehr oft Angaben zur Tierhaltung oder sie ist häufig nur ungenau geregelt. Am besten, Du fragst einfach bei Deinem Vermieter nach, ob er Einwände gegen einen Deutschen Boxer hätte.

Ein generelles Haustierverbot ist dabei übrigens unzulässig. Selbst, wenn Dein Vermieter ein Verbot für die Hundehaltung ausspricht oder diese unter Erlaubnisvorbehalt stellt, so muss er einleuchtend begründen können, warum der Vierbeiner nicht gestattet ist.

Gibt er hingegen seine Zustimmung, solltest Du diese schriftlich festhalten oder nachträglich in den Mietvertrag aufnehmen. Auf gar keinen Fall solltest Du den Boxer einfach anschaffen, ohne Deinen Vermieter zu informieren.


Ein Boxer stellt Dein Leben auf den Kopf? – Bist Du bereit, Dich anzupassen?

Der Hund sollte sich nicht Dir anpassen müssen. Im Gegenteil. Vielmehr liegt es in Deiner Verantwortung, ihm ein schönes und artgerechtes Leben zu ermöglichen. Dazu wirst Du einige Einschränkungen und Kompromisse machen müssen. Denn was auch immer Du vorhast, bei Deiner Planung muss der Hund stets berücksichtigt werden. Du wirst sehen, wie Du im Nullkommanichts Dein Leben um den Hund drum herum planst. Und dies ist auch gut so. Immerhin hast Du Dir den Kauf des Boxerhundes ja genauestens überlegt und bist bzw. warst Dir der Konsequenzen bewusst.

Darum wird der Vierbeiner in die Freizeitgestaltung immer mit einbezogen. Dies bedeutet allerdings auch, dass Du nicht mehr so unabhängig und spontan agieren kannst. Zwar kann der Boxer auch für ein paar Stunden alleine bleiben, die Regel sollte dies aber nicht werden. Auf Dauer macht das Alleinsein den Hund unglücklich. Besser, Du nimmst Deinen Kumpel überall hin mit, sofern dies möglich sein sollte und Hunde erlaubt sind. Es gibt nichts Schöneres für den Boxer, als an Deiner Seite zu sein. Dies setzt natürlich voraus, dass Du viel Wert auf einen guten Grundgehorsam legst und der Vierbeiner entsprechend sozialisiert ist.

Doch ein Deutscher Boxer bringt natürlich nicht nur einen Haufen Verantwortung mit, wenn er bei Dir einzieht. Im Gepäck hat er noch jede Menge Spaß, Action, schöne Stunden und unvergessliche Erinnerungen.

Ändert sich meine Tagesroutine mit einem Boxer?

Langes Ausschlafen ist passe, selbst an den Wochenenden und Feiertagen. Dein Hund wird in Zukunft schon dafür sorgen, dass Du zeitig aus den Federn kommst und mit ihm im Morgengrauen spazieren gehst.

Ganz egal, welches Wetter gerade draußen herrscht. Nach Feierabend erst mal die Füße hochlegen? Nicht, wenn da jemand bereits schwanzwedelnd auf Dich wartet und beschäftigt werden möchte. Schließlich sind Spaziergänge nur das Rahmenprogramm. Spiel und Denksport stehen auch noch an.

Genauso wie Training (insbesondere für Welpen) und/oder ein Kurs in der Hundeschule. Erziehung, Pflege und Auslastung des Hundes laufen nicht mal eben nebenher, sondern werden täglich einige Stunden Deiner Zeit fordern. Bist Du bereit dafür?

Deutscher Boxer in der Hundeschule
Wichtig ist der regelmäßige Besuch der Hundeschule

Macht der Deutsche Boxer viel Unordnung und Dreck?

Das Ausmaß des Chaos ist natürlich von Hund zu Hund recht unterschiedlich und lässt sich pauschal kaum beantworten. Besucher werden beim Betreten Deiner Wohnung jedoch sofort merken, dass bei Dir ein Hund lebt. Da liegt eine vollgehaarte Schondecke auf dem Sofa, ein riesiges Hundekissen in der Ecke, Spielzeug und angeknabberte Kauknochen liegen herum, es gibt womöglich Sabberspuren an der Tapete, eine ganze Reihe an Pflegeutensilien, Pfotenabdrücke auf dem Boden, lose Haare (die sich gern mal auf Dein Marmeladenbrot verirren), umgegrabene Blumenbeete und im Gefrierfach liegt kein leckeres Eis, sondern ein Vorrat an rohem Fleisch für die BARF-Ernährung des Boxers.

Natürlich wird es auch ein wenig nach Deinem neuen Mitbewohner riechen, dies ist ganz normal. Insbesondere nach einem Spaziergang im Regen oder wenn Du den Boxer gerade gebadet hast.

Bitte Hundekot entfernen
Dazu musst Du als Hundehalter bereit sein!

Bist Du also ein Hygiene- und Sauberkeitsfanatiker, ist ein Hund im Haus wohl kaum das Richtige. Bedenke zudem, dass ein Boxer sicherlich hin und wieder kleine Untermieter, wie Zecken oder Flöhe ins Haus bringen kann.

Würmer können ebenfalls manchmal vorkommen. Darüber hinaus sollte es absolut selbstverständlich sein, die großen Hinterlassenschaften des Vierbeiners aufzusammeln und zu entsorgen.

Kannst Du mit der Vorstellung von Krabbeltieren auf Deinem Hund und vollen Kotbeuteln in Deiner Hand leben oder graut es Dir davor?

 


Wie viel Auslauf braucht ein Deutscher Boxer?

Zeit ist das Wertvollste, was Du einem Hund schenken kannst. Und Zeit ist sicherlich eines der wichtigsten Kriterien, wenn es um den Kauf eines Boxers geht. Denn der quirlige, muskulöse und sportliche Hund wird Dich ganz schön in Anspruch nehmen. Dreimal am Tag eine kurze Runde um den Block laufen wird definitiv nicht reichen. Lange Spaziergänge sind enorm wichtig, allerdings auch nur die Basis.

Du solltest mindestens (!) zwei ausgedehnte Runden pro Tag einplanen. Am besten eine morgens und noch einmal am Nachmittag oder Abend. Um sich zwischendurch zu lösen (insbesondere auch kurz vor der Nacht) sollte der Boxer hin und wieder, wenn auch gern etwas kürzer, ebenfalls ausgeführt werden. Hier sind Besitzer ganz klar im Vorteil, die einen Garten haben. Dort kann der Hund nicht nur zwischendurch nach Belieben das Beinchen heben, sondern auch Toben, Schnüffeln und Spielen. Selbst fürs Training ist ein Garten prima. Bei entsprechender Auslastung durch die Besitzer jedoch nicht zwingend notwendig. Doch Achtung: Für die Zwingerhaltung eignet sich die Rasse überhaupt nicht. Sie braucht ganz unbedingt Familienanschluss und ist absolut nicht gern alleine! Ein Garten ersetzt zudem nicht die tägliche Bewegung!

Neben den obligatorischen Gassirungen braucht der Boxer allerdings noch anderweitig körperliche und auch mentale Beschäftigung, um fit und gesund zu bleiben. Immerhin ist er ein Arbeitshund und hat gern eine Aufgabe. Du kannst mit ihm die Begleithundeprüfung ablegen, ihn für sämtliche Sparten des Hundesports begeistern, zum Joggen mitnehmen oder Dich an Klickertraining versuchen. Was auch immer Du vorhast: Dein Boxer ist eigentlich für jeden Spaß zu haben und ein perfekter Allrounder.


Urlaub oder Krankheitsfall: Wohin mit dem Boxer?

Du solltest Dir frühzeitig Gedanken darüber machen, wer auf den Boxer aufpassen könnte, wenn Du einmal nicht dazu in der Lage sein solltest. Im Krankheitsfall fällt es nämlich mitunter schwer, Dich aus dem Bett zu quälen und bei Wind und Wetter mit dem Hund spazieren zu gehen oder ihn zu beschäftigen. Liegst Du im Krankenhaus, muss sowieso ein Notfallplan für den Hund her.

Im Idealfall können andere Familienmitglieder Deine Pflichten für eine Weile übernehmen. Ist dies nicht möglich, können andere Verwandte oder Freunde auf den Boxer aufpassen, bis es Dir besser geht. Ist er gut erzogen und weiß sich zu benehmen, ist der Hund sicherlich ein gern gesehener Gast auf Zeit. Konsequentes Training und eine solide Erziehung haben also nur Vorteile.

Wenn niemand den quirligen Boxer aufnehmen kann oder will (z.B. kein Platz oder zu wenig Hundeerfahrung), gibt es ansonsten noch Hundesitter, Gassi-Services oder auch Tierpensionen, die sich um den Deutschen Boxer kümmern können und je nach Bedarf zu Dir nach Hause kommen oder den Vierbeiner eine Zeit lang bei sich aufnehmen.

Letzteres ist ebenfalls eine gute Idee, wenn Du in den Urlaub möchtest und der Boxer nicht mit kann. Dies könnte der Fall sein, wenn es sich um eine Flug- bzw. Fernreise handelt, eine Kreuzfahrt geplant ist oder das Klima am Ferienort gänzlich ungeeignet für den hitzeempfindlichen Vierbeiner wäre. Selbstverständlich sollte der Deutsche Boxer im Normalfall aber immer mit in den Urlaub. Schließlich ist die schönste Zeit des Jahres nur mit dem ganzen Rudel perfekt.

Auf jeden Fall muss der Boxer frühzeitig an sein Notfallquartier gewöhnt werden. So minimierst Du Trennungsängste und andere Komplikationen. Also lass den Boxer hin und wieder bei Freunden übernachten oder bringe ihn für ein Wochenende ins Hundehotel. Gerne kannst Du diese Besuche und kurzen Auszeiten ab und an wiederholen. So wird es etwas Selbstverständliches für den Vierbeiner und er fühlt sich in der anderen Unterkunft wohl, da sie ihm hinreichend vertraut ist.


Benötige ich einen Sachkundenachweis für den Boxer?

Ein Sachkundenachweis ist ein Beleg, dass Du über die theoretischen Grundlagen der Hundehaltung und die Bedürfnisse des Hundes Bescheid weißt. Es gibt in Deutschland allerdings keine einheitliche Regelung, wann und für welche Hunde ein Sachkundenachweis erforderlich ist. Einige Bundesländer fordern den Test für alle Hundehalter, während andere wiederum nur bei Listenhunden oder auffällig gewordenen Vierbeinern einen Nachweis verlangen.

Es gibt jedoch auch Regelungen für große Hunde, die als 20/40-Hunde bezeichnet werden. Hierzu zählen alle Vierbeiner, die mindestens 20 kg wiegen oder eine Mindestwiderristhöhe von 40 cm aufweisen. Der Deutsche Boxer knackt beide Vorgaben und ist somit ein 20/40-Hund.

Bei dem abzulegenden Test geht es um Multiple-Choice-Fragen (also Fragen zum Ankreuzen) über rechtliche und medizinische Grundlagen sowie Fragen zur Hundeerziehung. Der Sachkundenachweis kann bei anerkannten Tierärzten, Hundetrainern, dem Veterinäramt oder anderen Sachverständigen abgelegt werden und ist kostenpflichtig. Die unterschiedlichen Fragenkataloge bzw. Übungsaufgaben sind online einzusehen. Wer nachweisbar durchgängig 20/40-Hunde gehalten hat (mindestens 3 Jahre lang), braucht den Nachweis nicht. Hundeneulinge müssen den Test jedoch absolvieren.

Wer Hundesport in Vereinen des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) ausüben möchte, benötigt einen nichtbehördlichen Sachkundenachweis für Hundesportprüfungen. Besonders praktisch: Wer diesen Test besteht, hat somit bereits den Theorieteil der Begleithundeprüfung absolviert. Und die ist immer eine gute Idee.


Was kostet ein Deutscher Boxer?

Warum ist ein Boxer Welpe so teuer?
Warum ist ein Boxer Welpe so teuer?

Dies hängt vor allem damit zusammen, wo Du den Deutschen Boxer kaufen möchtest. Obwohl ein seriöser Züchter die beste Anlaufstelle ist, zögern viele Interessenten, weil dort der Kaufpreis für den Boxer sehr hoch erscheint. Nicht selten wird sich darum nach preiswerteren Alternativen umgesehen. Die gibt es zwar, allerdings sind Boxer zu verlockend günstigen Preisen immer mit Vorsicht zu genießen.

Der Preis für einen gesunden Boxer kann allerdings tatsächlich manchmal ein Schnäppchen sein. Zum Beispiel, wenn Vorbesitzer einen ausgewachsenen Hund abgeben möchten. Häufig sehen diese den Vierbeiner lieber bei sachkundigen und lieben Menschen, als einen großen Gewinn einzufahren.

Doch bleibe wachsam und hinterfrage auf jeden Fall die genauen Abgabegründe. Vielleicht ist der Boxer krank, unerzogen, aggressiv oder hat andere Unarten. Dabei ist zu bedenken, dass Dir womöglich nicht die ganze Wahrheit erzählt wird. Frage ebenfalls nach Papieren und Gesundheitsuntersuchungen.

Ein Boxer von einem Laienzüchter, der keinem Verein angehört, dürfte ebenfalls kostengünstiger sein. Allerdings fehlt dem „Züchter“ häufig die fachliche Kompetenz, es gibt keinerlei Kontrollen durch einen Zuchtwart und ob alle Tiere in einem einwandfreien gesundheitlichen Zustand sind, ist ebenfalls fraglich.

Ein Boxer aus dem Kofferraum? – Ohne mich!

Bitte kaufe niemals einen Boxer Hund aus einem Kofferraum, wie beispielsweise auf Wochenmärkten oder Rastplätzen. Während einige Kaufinteressenten dort auf einen billigen reinrassigen Hund wie den Boxer hoffen und ein paar Euro sparen möchten, kauft die andere Hälfte aus Tierliebe und vor allem Mitleid.

Schließlich soll der Welpe es doch gut und sein Leid ein Ende haben. Doch so schwer es fällt, lass die Finger von diesen Welpen. Nur wenn die Nachfrage verebbt und die Mitleidskäufe enden, hört auch das Leid der Hunde bei solchen dubiosen Vermehrern auf, die Hündinnen als Wurfmaschinen nutzen und die Vierbeiner unter unhygienischen und absolut nicht artgerechten Bedingungen halten.

Halt Stopp! Vermehrer nicht unterstützen!
Hände weg beim Welpenkauf vom Vermehrer! Bitte kaufe niemals einen Boxer Hund aus einem Kofferraum, wie beispielsweise auf Wochenmärkten oder Rastplätzen.

Darum ist ein Deutscher Boxer von einem seriösen Züchter sein Geld wert!

Ein seriöser Züchter hat vor allem eines im Kopf: Das Wohl und die Gesundheit seiner Zuchttiere. Er plant einen Wurf sehr gewissenhaft und investiert nicht nur einen Haufen Geld in die Welpenaufzucht, sondern obendrein noch einiges an Herzblut, Sachverstand und Zeit. Selbst, wenn die Boxerwelpen die Zuchtstätte schon lange verlassen haben, endet seine Verantwortung noch lange nicht, und er steht den Käufern stets Rede und Antwort, wenn Probleme oder Fragen auftreten sollten.

Die nachfolgenden Punkte geben Dir einen Eindruck davon, was ein guter Züchter alles leistet und bedenkt, wenn er gesunde Boxer Welpen züchtet:

Checkliste
Checkliste Deutscher Boxer Züchter
  • Sämtliche Zuchttiere haben eine Zuchtzulassung.
  • Es gibt medizinische Gutachten, die belegen, dass die Hunde gesund und frei von Erbkrankheiten sind.
  • Die Paarungspartner werden sorgfältig ausgewählt.
  • Für einen guten Deckrüden wird eine entsprechend hohe Decktaxe verlangt werden.
  • Gesundheit, Rassestandard und Wesensfestigkeit stehen im Vordergrund.
  • Die Mutterhündin hat alle notwendigen Impfungen und wird vor der Trächtigkeit noch einmal entwurmt und vom Tierarzt untersucht.
  • Die Trächtigkeit wird regelmäßig medizinisch überwacht.
  • Hochwertiges Spezialfutter für die Hündin und später natürlich auch die Welpen.
  • Rückt der Geburtstermin näher, schläft jemand neben der Wurfkiste, um bei Komplikationen schnell eingreifen zu können.
  • Geht die Geburt nicht voran, muss evtl. ein Notkaiserschnitt beim Tierarzt vorgenommen werden.
  • Erste Impfungen und Wurmkuren für den gesamten Wurf.
  • Tierärtztliche Erstuntersuchung der Welpen.
  • Implantation von Mikrochips.
  • Gewöhnung und Sozialisation der Welpen startet bereits beim Züchter.
  • Laufende Kosten für Zuchtstätte und Hunde, wie Futter, Spielzeug, Strom, Mitgliedsbeiträge.
  • Schulungen und Fortbildungen.
  • Selbstverständlich bleiben unverkaufte Welpen, alte Hunde und ausgediente Zuchttiere beim Züchter und verursachen Kosten.
  • Startgelder für Hundeschauen, Wettkämpfe und Prüfungen
  • Beratung der Interessenten und Besitzer vor und nach dem Kauf.
  • Mit dem Verkauf des Boxer-Welpen werden die oben aufgelisteten Aufwendungen zwar meist abgedeckt, ein wirklicher Gewinn wird mit den Hunden allerdings nicht erwirtschaftet.

Haltungskosten Deutscher Boxer

Der Kaufpreis für den Boxer ist nur der Anfang. Es warten noch eine ganze Reihe weiterer Ausgaben auf Dich, wenn Du Dich entschließen solltest, einen Boxer zu Dir nach Hause zu holen. Hier ein Überblick, welchen Kosten Du sonst noch mit einkalkulieren musst:

  • Kaufpreis
  • Grundausstattung für den Welpen/Hund, welche nach Belieben erweitert kann und bei Bedarf erneuert werden sollte.
  • Laufende Futterkosten hängen stark von der gewählten Fütterungsart und Marke ab
  • Spielzeug
  • Kauartikel (vor allem während des Zahnens oder zur Beschäftigung)
  • Trainingszubehör (Futterbeutel, Leckerlis, Klicker, Schleppleine und Ähnliches)
  • Hundeschule
  • Evtl. Kastration
  • Impfungen
  • Regelmäßige Wurmkuren und/oder Flohbehandlungen
  • Evtl. Hundesport / Wettkämpfe
  • Hundehaftpflicht
  • Hundesteuer (Kosten können je nach Stadt/Gemeinde sehr stark variieren)
  • Evtl. Krankenversicherung oder OP-Versicherung
  • Hundesitter, Hundekrippe oder Tierhotel während Deiner Urlaubsreise oder im Krankheitsfall
  • Finanzielles Polster für Notfälle (Unfall, Krankheit, chronische Erkrankung, Not-OP usw.)

Brauche ich wirklich eine Haftpflichtversicherung für meinen Deutschen Boxer?

Nicht umsonst ist eine Haftpflicht in vielen Bundesländern bereits Pflicht. Immerhin musst Du als Halter für sämtliche Schäden aufkommen, die Dein Deutscher Boxer verursacht. Eine teure Vase oder ein zerfetztes Sofa mag finanziell noch irgendwie im möglichen Rahmen liegen, doch was, wenn der Hund beispielsweise einen Verkehrsunfall mit teurem Blechschaden verursacht oder schlimmer noch: Es gibt verletzte Personen?

Wenn Du Deinen Vierbeiner bezüglich der Hundesteuer anmeldest, verlangen einige Bundesländer darum auch gleich den Nachweis über die Haftpflicht oder möchten den Beleg innerhalb einer bestimmten Frist nachgereicht bekommen. Vergleiche Angebote von Versicherungsanbietern und lies immer das Kleingedruckte. Wie hoch wäre die jeweilige Deckungssumme und welche Schäden sind mit der Versicherung abgedeckt?

Ist eine Krankenversicherung für den Boxer sinnvoll?

Wer einen Boxer Welpen kauft, macht sich in der Regel erst mal wenig Gedanken über teure Tierarztrechnungen oder kostspielige Operationen. Dabei ist es enorm wichtig, ein finanzielles Polster für medizinische Notfälle zu haben oder zumindest schrittweise aufzubauen. Dies funktioniert beispielsweise, indem Du ein bestimmtes Budget festlegst und jeden Monat auf die Seite legst. Da Hunde häufig erst im Alter vermehrt beim Tierarzt zu Gast sind oder ernsthaftere Krankheiten bekommen, hast Du bis dahin ein nettes Sümmchen zusammengespart.

Allerdings hast Du keinerlei Garantie, ob und wann Dein Boxer einmal krank wird. Auch Welpen und Junghunde müssen manchmal unters Messer oder bekommen chronische Erkrankungen. Ein Unfall könnte ebenso jederzeit passieren. Eine komplizierte Operation kann da schnell mit mehreren Tausend Euro zu Buche schlagen. Hast Du keinerlei finanzielle Probleme, und selbst überraschende Kosten können Dich nicht aus der Bahn werfen, so kannst Du sicherlich getrost auf eine Krankenversicherung für den Boxer verzichten.

Alle anderen sollten sich von einem Versicherungsanbieter beraten lassen und eine Absicherung für den Notfall durchaus in Erwägung ziehen. Dies kann finanzielle Sorgen in diese Richtung zerstreuen. Überprüfe jedoch ganz genau, welche Maßnahmen in der Police abgedeckt sind. Kleinere Routineeingriffe oder Impfungen werden zum Beispiel in der Regel nicht erstattet.

Welche Grundausstattung benötige ich für den Deutschen Boxer?

Für den Start benötigen Sie gar nicht so viel, um Deinen Boxer willkommen zu heißen. Wer mag, kann sich beim Shopping natürlich trotzdem austoben. Die Auswahl ist riesig und je nach Geldbeutel und Geschmack mitunter sogar sehr kostspielig. Wie viel Du also am Ende ausgibst hängt von Deinen individuellen Ansprüchen und auch den finanziellen Möglichkeiten ab. Kaufe allerdings lieber eine etwas teurere Qualitätsware, als ein Billigprodukt, das bereits nach kurzer Zeit wieder ausgetauscht werden muss.

Die nachfolgende Liste sollte für den Start genügen:


Gibt es Unterschiede, ob ich einen Boxer-Rüden oder eine Boxer-Hündin kaufe?

Wenn es um Erziehung und Training geht, macht es sicherlich keinerlei Unterschied, ob Du einen Boxer Rüden oder doch eine Boxer-Hündin an Deiner Seite hast. Kommandos werden auf dieselbe Art und Weise vermittelt und keins der beiden Geschlechter ist per se leichter auszubilden, auch wenn dies gerne immer mal wieder behauptet wird.

Vergiss also besser solche Vorurteile, wie: „Rüden markieren häufig“ oder „sind aggressiver„. Ebenso sind Hündinnen nicht automatisch anhänglicher oder besser verträglich. Wer schon mal zwei Hündinnen hat kämpfen sehen, weiß, dass es dort sogar oft ernster zur Sache geht, als bei den Herren.

Unterschied Boxer-Rüde und Boxer-Hündin
Gibt es Unterschiede, ob ich einen Boxer-Rüden oder eine Boxer-Hündin kaufe?

Einen Unterschied macht sicherlich das Erscheinungsbild. Rüden sind in der Regel etwas größer und schwerer, als Boxer-Hündinnen, was sie etwas markanter wirken lässt oder vielleicht bevorzugst Du persönlich ja einen bestimmten Farbtyp bei der Rasse. Die Auswahl des richtigen Hundes ist und bleibt eben immer auch ganz persönliche Geschmackssache.

Allerdings sollte Dir der Hund nicht nur optisch gefallen, sondern ebenso von Charakter und Wesen zu Dir und Deiner Familie passen. Damit beim Boxerkauf am Ende alles passt, darfst Du gern den Züchter um Rat fragen. Er kennt seine kleinen Schützlinge ganz genau und kann sie charakterlich am besten einschätzen. Wer ist schreckhaft, wer dominant, wer anhänglich und wer bereit sich unterzuordnen?

Du kannst natürlich auch einfach alles auf Dich zukommen lassen und besuchst die Wurfkiste ganz unvoreingenommen. Vielleicht wird es Liebe auf den ersten Blick, oder Du selbst wirst von einem Welpen als zukünftiger Besitzer auserkoren. Ist es einmal um Dich geschehen, ist es am Ende sowieso egal, ob es nun eine Boxer Rüde oder eine Hündin ist.

Was muss ich bei der Läufigkeit der Boxer-Hündin beachten?

Dies dürfte der einzig markante Unterschied bei der Haltung eines Boxers sein. Die Hündin wird etwa zweimal im Jahr läufig und ihr Verhalten kann sich in dieser Zeit ändern, muss es allerdings nicht. Einige Boxer-Damen werden zu dieser Zeit beispielsweise sehr verschmust und anhänglich, andere wirken eher schlapp und schlafen viel und einigen Hündinnen ist die Läufigkeit sogar absolut gar nicht anzumerken.

Allerdings bluten alle Hündinnen in dieser Zeit. Ob Du Blutstropfen auch in der Wohnung finden wirst, ist unterschiedlich und davon abhängig, wie sauber sich die Hündin hält. Wer vorsorgen möchte, kann Schlaf- und andere Liegeplätze mit waschbaren Materialien abdecken oder zieht der Boxer-Hündin ein Schutzhöschen aus dem Fachhandel an. Du kannst dieses Höschen auch aus einer normalen Baby-Windel selbst herstellen, indem Du ein Loch hineinschneidest, durch welches die Rute gesteckt werden kann. Gewöhne die Hündin frühzeitig an dieses Accessoire, damit es bei der ersten Hitze keine Probleme damit gibt.

Lass die Hündin bei Spaziergängen nicht von der Leine und mache Rüdenbesitzer auf die Hitze aufmerksam, damit diese ihre Hunde ebenfalls anleinen können. Besonders unkastrierte Rüden aus der näheren Umgebung reagieren mitunter sehr heftig auf ihre Herzdame. Schließlich markiert diese auf jeder Gassirunde und zeigt an, dass sie paarungsbereit ist. Möchtest Du also einen Boxer-Rüden kaufen, solltest Du Dich auf einen liebestollen Vierbeiner einstellen. Einige Kandidaten jaulen herzerweichend, sind unruhig oder verweigern sogar das Futter.

Übrigens: Ab dem neunten Lebensmonat kann es eigentlich jeden Tag losgehen und Du solltest ab nun mit der ersten Hitze rechnen. Selten kommt es allerdings auch früher schon zur ersten Läufigkeit. Diese verläuft meistens etwas untypisch und schwächer, als die späteren Läufigkeiten.


Boxer-Welpe oder doch lieber einen erwachsenen Hund? – Wie entscheide ich mich richtig?

Kommt darauf an, was genau Du mit dem Hund vorhast. Wenn Du den Welpen gerne aufwachsen sehen und von Anfang an dabei sein möchtest, wird es wohl ein Boxer Welpe werden. Es kann unheimlich viel Spaß machen, den kleinen Racker zu erziehen und Fortschritte zu feiern. Wird der Welpe früh auf Dich geprägt, ist die Bindung zudem meist sehr stark bis nahezu unzerstörbar. Allerdings kommt mit einem jungen Boxer auch jede Menge Verantwortung und vor allem Arbeit auf Dich zu. Schließlich kann der Hund später nur so lieb bzw. wohlerzogen sein, wie Du ihn werden lässt. Es liegt demnach an Dir, ob es später einmal Probleme geben wird oder Du einen Traumboxer Dein Eigen nennst.

Bei ausgewachsenen Boxern kann es selbstverständlich ebenso Unarten geben, falls Du vorhast einen zu kaufen. Doch sind diese, falls überhaupt vorhanden, meistens bereits bekannt. „Was Du siehst, ist was Du bekommst“ sozusagen und Du kannst überlegen, ob Du damit umgehen kannst. Charakter und Wesen sind bei einem ausgewachsenen Hund nämlich bereits gefestigt. Erziehung und Training sind zwar nie umsonst und können immer noch Veränderungen bewirken, allerdings sind die markanten Charaktereigenschaften meist nicht mehr zu beseitigen.

Trotzdem hat ein erwachsener Boxer Vorteile. Grundgehorsam, Stubenreinheit und Leinenführigkeit sollten ihm bekannt sein. Mühselige Trainingseinheiten und Häufchen in der Wohnung dürften darum eher nicht vorkommen. Es sei denn, es handelt sich bei dem ausgewachsenen Hund um einen Boxer in Not, der beispielsweise aus dem Ausland kommt, wenig Erfahrungen machen durfte, aus schlechten Haltungsbedingungen befreit wurde oder aus anderen Gründen zum Notfall wurde. Ein Boxer in Not wegen Todesfall oder Scheidung ist natürlich sehr viel weniger problematisch als ein Straßenhund aus Spanien.

Boxer aus dem Tierheim
Auch ein Boxer aus dem Tierheim kann eine tolle Alternative zum Boxer Welpen sein.

Wer als Anfänger einen Boxer kaufen möchte, ist mit einem älteren Hund (sofern es kein Problemhund mit besonderen Bedürfnissen ist) trotzdem teils besser bedient. Bei einem Welpen kann einfach viel zu viel schiefgehen. Doch auch der Erwerb eines Welpen ist als Laie natürlich nicht unmöglich. Sofern Du Dich gut informierst und gewillt bist, eine Hundeschule für die nötigen Basics zu besuchen.

Falls Du übrigens an Hundesport interessiert bist, kannst Du mit einem großen Boxer außerdem direkt loslegen. Er könnte auch sofort Dein Joggingpartner oder Begleiter bei Radtouren werden. Junge Hüpfer sollten hingegen mindestens im ersten Jahr der Gelenke zuliebe geschont werden.


Steht dem Kauf eines Boxers etwas im Wege? – Eine Checkliste

Checkliste Deutscher Boxer Kauf
Überlege bitte sehr gut ob ein Hund für Dich geeignet ist!

Hier noch einmal in Kürze die wichtigsten Punkte zusammengefasst. Gehe die Fragen in Ruhe durch und beantworte diese ehrlich. Sich etwas schönzureden macht keinen Sinn, da anschließend Du und der Deutsche Boxer das Nachsehen haben werden, wenn etwas nicht passt oder es Probleme geben sollte (z.B. zeitlich oder finanziell).

Falls aber alle Voraussetzungen erfüllt sind, darfst Du Dich auf einen wunderbaren Begleiter und Freund freuen, der Dein Leben bereichern und um einiges interessanter und lustiger machen wird.

  • Alle sind mit der Anschaffung des Deutschen Boxers einverstanden?
  • Die Hundehaltung ist in Deiner Wohnung/Haus erlaubt?
  • Du kannst dem Vierbeiner ein artgerechtes und sicheres Leben bieten?
  • Niemand hat eine Tierhaarallergie?
  • Niemand hat Angst vor Hunden?
  • Du hast die finanziellen Möglichkeiten einen Boxer zu halten?
  • Du wirst den Züchter nach bestem Wissen und Gewissen aussuchen?
  • Es gibt genügend Zeit, sich täglich mit dem Hund zu beschäftigen?
  • Neben langen Spaziergängen wirst Du den Hund auch anderweitig körperlich und geistig auslasten?
  • Du hast Dich über die Rasse informiert und kennst die besonderen Ansprüche?
  • Jemand ist während der Eingewöhnung 24 Stunden am Tag für den Hund da und nimmt sich ggf. Urlaub?
  • Du bist bereit, mit dem Boxer in eine Hundeschule zu gehen und ihn gewissenhaft zu erziehen und zu trainieren?
  • Hundetypisches Chaos im Haus, etwas Dreck und umherfliegende Hundehaare sind kein Problem?
  • Es ist kein Weltuntergang, wenn der Welpe mal ins Haus macht oder Du bei der Gassirunde jedes Mal Kot aufsammeln musst?
  • Gelegentliche Würmer und andere Parasiten können Dich nicht abschrecken?
  • Du ernährst den Boxer gesund und ausgewogen?
  • Du nimmst Dir Zeit für die Pflege des Hundes?
  • Die Lebenserwartung liegt bei rund 12 Jahren. Bist Du gewillt so lange die Verantwortung zu übernehmen?
  • Die Versorgung für den Hund ist gesichert, wenn Du in den Urlaub fährst oder krank bist?
  • Überraschende finanzielle Ausgaben sind kein Problem?
  • Ab sofort planst Du stets um die Bedürfnisse des Hundes drum herum?
  • Eine läufige Hündin im Haus oder ein verliebter Rüde ist in Ordnung?

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