Deutscher Boxer Ernährung und Futter – So bleibt Ihr Hund gesund


Sind Sie auf der Suche nach einem Boxer Welpen, Boxer Mix, Boxer Deckrüden oder möchten Sie einem Boxer In Not helfen? Hier gibt es kostenlose Boxer Anzeigen.

Welches Futter ist für den Boxer geeignet?


Der Hund ist ein Allesfresser, aber seine Hauptnahrungsquelle ist eigentlich Fleisch. Genau wie bei seinem Verwandten dem Wolf. Dabei frisst er seine Beute normalerweise mit Haut und Haar und verspeist neben dem Muskelfleisch natürlich auch die Innereien. Hierin befinden sich pflanzliche Nahrungsbestandteile, die bereits vorverdaut wurden und somit optimal vom Hund verwertet werden können.

Heute geht der Trend wieder vermehrt zur natürlichen Rohfütterung, dennoch befinden sich auch viele kommerzielle Futtermittel auf dem Markt, die den Hund mal mehr, mal weniger gut mit allem Nötigen versorgen. Jede Fütterungsart hat natürlich ihre Vor- und Nachteile.

Doch wie erkennen Sie eigentlich gutes Hundefutter für den Deutschen Boxer? Immerhin ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung des Boxers ein essentieller Eckpfeiler seiner Gesundheit und somit auch Lebenserwartung. Was eine gute Fütterung ausmacht, wieso sie so wichtig ist und was auf gar keinen Fall im Futternapf landen sollte, erfahren Sie hier.


Wie viel frisst ein Deutscher Boxer?

Pauschal lässt sich die Menge der verzehrten Nahrung sicherlich nicht benennen. Zu viele Faktoren spielen bei der richtigen Fütterungsmenge eine Rolle. Ganz entscheidend abhängig ist sie natürlich in erster Linie von der gewählten Fütterungsart. Von Nassfutter kann der Deutsche Boxer bedeutend mehr Nahrung verdrücken, ohne das es sich gleich auf sein Gewicht auswirken muss. Anders hingegen bei Trockenfutter, welches wesentlich energiereicher ist und kleinere Portionen dadurch oftmals ausreichen.

Wie viel Futter braucht der Deutsche Boxer
Wie viel Futter braucht der Deutscher Boxer?

Es gibt jedoch noch weitere Umstände, die beeinflussen, wie viel tagtäglich im Napf des Deutschen Boxers landen sollte. Dazu zählt zum einen das Alter. Welpen benötigen kleinere Portionen, dafür fressen sie häufiger. Der erwachsene und sportliche Boxer hingegen benötigt mehr Energie und ein Senior, der sich wenig bewegt, hat wiederum einen niedrigeren Kalorienbedarf. Auch die Haltungsbedingungen und das Einsatzgebiet des Hundes sind wichtige Faktoren. Sind seine Besitzer sehr aktiv und der Vierbeiner ständig mit von der Partie? Wird eine Hundesportart ausgeübt oder hat der Boxer eine Ausbildung hinter sich und arbeitet als Schutzhund, Therapiehund oder dergleichen? Auch Zuchttiere (insbesondere Hündinnen) benötigen eine andere und viel hochwertigere Ernährung.

Natürlich sollten auch das derzeitige Gewicht und der aktuelle Gesundheistzustand beachtet werden, wenn es um die Auswahl des Futters und die richtige Menge geht. Kleine Dickerchen bekommen selbstverständlich weniger kalorienreiche Kost, während Hund aus dem Tierschutz durchaus gepäppelt werden müssen und ordentlich zulangen dürfen. Kranke Hunde benötigen unter Umständen Spezialfutter und brauchen Kraft, um eine Erkrankung durchzustehen.

Bei industriell hergestelltem Futter, sollten Sie sich an die Fütterungsempfehlungen der Hersteller halten und sich dabei möglichst an der unteren Grenze orientieren. Falls diese Meng zu wenig sein sollte (regelmäßig wiegen), kann immer noch nach oben korrigiert werden. Wer für seinen Boxer kocht oder ihn barft, der sollte hingegen noch strikter auf das Gewicht achten. Schließlich sind die Speisepläne hier oft abwechslungsreicher und gewährleisten nicht immer die gleiche Zusammensetzung, wie bei Fertigfutter.

Die benötigte Futter-Menge ist also abhängig von:

  • Alter
  • Aktueller Ernährungszustand
  • Einsatzgebiet
  • Haltungsbedingungen
  • Gesundheitszustand
  • Aktivitätsgrad
  • Kastriert/unkastriert
  • Fütterungsart und Fütterungsempfehlung
  • Wie viele Leckereien werden zwischendurch angeboten (Training, Belohnung)

Wie viele Mahlzeiten sollte der Deutsche Boxer erhalten?

Dies hängt vor allem vom Alter des Hundes ab. Der Magen eines Boxerwelpen ist beispielsweise sehr klein und bereits nach wenigen Happen voll. Allerdings wird die aufgenommene Menge schnell verstoffwechselt, so dass schon nach kürzerer Zeit wieder Nachschub notwendig ist.

Darum sollten Welpen mehrmals über den Tag verteilt gefüttert werden, etwa 4-5 Mal. Diese Anzahl kann dann beim älteren Welpen bzw. Junghund langsam auf drei und schließlich zwei Mahlzeiten gekürzt werden. Einige Halter füttern ihre Boxer sogar nur einmal am Tag. Auch dagegen spricht bei einem gesunden und ausgewachsenen Hund nichts.

Eine Fütterung am Morgen und eine weitere am Abend gelten jedoch als ideal. Sollte Ihr Boxer des öfteren gelbe Gallenflüssigkeit erbrechen, so könnte dies ein Hinweis darauf sein, dass die Abstände zwischen den Mahlzeiten zu lang sind und Sie sollten die Fütterungen dementsprechend anpassen.

Um der trägeren Verdauung beim älteren Hund gerecht zu werden, könnte die Anzahl der gefüllten Näpfe ebenfalls wieder gesteigert werden, um den Verdauungsapparat zu entlasten.


Aus der Dose oder lieber Trockenfutter für den Deutschen Boxer?

Beide Fütterungsarten haben ihre Vor- und leider auch Nachteile. Mit jeder Variante kann ein Deutscher Boxer aber durchaus gut und gesund ernährt werden. Wichtig ist allerdings, was im gewählten Futtermittel verarbeitet wurde, spricht: Was steht auf der Zutatenliste.

Rohfutter Trockenfutter Nassfutter für den Deutschen Boxer
Welches Futter ist für den Deutschen Boxer am besten? Rohfutter, Trockenfutter oder Nassfutter?

Leider sind der Preis eines Futters, dessen Marke oder Bekanntheitsgrad dabei nicht immer ein Garant für gute Qualität. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe kann sich also tatsächlich lohnen, um das Beste Futter für Ihren Hund ausfindig zu machen. Obwohl bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung des Deutschen Boxers eigentlich keine Kompromisse gemacht werden sollten, ist das Budget des Besitzers allerdings unter Umständen ein limitierender Faktor, wenn es um die Auswahl des Futters geht.

Doch nicht nur Herrchen und Frauchen bestimmen, was am Ende tatsächlich gefressen wird. Die Vorlieben des Hundes sollten ebenso beachtet werden. Dabei fressen die in erster Linie natürlich gern das, was sie bereits kennen. Zum Beispiel als Welpen das gewohnte Futter vom Züchter. Außerdem haben Vierbeiner auch gern etwas Abwechslung und möchten nicht tagein, tagaus das Gleiche im Napf vorfinden. Doch keine Sorge. Sie müssen nun nicht sämtliche Marken und Sorten durchprobieren. Es ist noch kein Hund vor einem vollen Napf verhungert. Selbst so ein sturer Kopf, wie der Boxer nicht.

Deutscher Boxer Welpe mit Dosenfutter
Deutscher Boxer Welpe mit Dosenfutter: welches Futter ist am besten für meinen Hund?

Übrigens müssen Sie nicht immer nur Trocken- ODER Nassfutter anbieten. Sie dürfen die beiden Fütterungsarten ruhig kombinieren und somit das Beste aus beiden Varianten mitnehmen. Den Hund wird ein wenig Abwechslung sicherlich freuen. Und wer nicht permanent das Gleiche füttert, vermeidet zudem eine Überversorgung oder einen Mangel an bestimmten Inhaltsstoffen. Doch Vorsicht: Sie sollten nicht dauernd wie wild zwischen den verschiedenen Marken hin und her wechseln, sondern ein bestimmtes Muster einhalten. Beispielsweise Trockenfutter X am Morgen und Nassfutter Y am Abend.

Was sind die Vor- und Nachteile von Trockenfutter für den Deutschen Boxer?

Trockenfutter für Deutscher Boxer
Vorteile und Nachteile Trockenfutter

Vorteile:

  • Lange Haltbarkeit
  • Einfache Lagerung
  • Vorratshaltung möglich
  • Futterbrocken eignen sich als Belohnungshappen
  • Umweltfreundlicher, da weniger Verpackung im Vergleich zu Dosen und Nassfutterbeuteln
  • Kaum Eigengeruch
  • Reste im und um den Napf lassen sich einfach aufsammeln
  • Als Proviant (unterwegs/auf Reisen) geeignet, da es nicht so schnell verdirbt
  • Der Boxer wird mit kleineren Mengen satt (höherer Energiegehalt)
  • Häufig etwas kostengünstiger als Nassfutter

Nachteile:

  • Enthält häufig Konservierungsstoffe
  • Geschmacksverstärker, um den geringen Eigengeschmack zu kompensieren
  • Schwieriger zu kauen für Welpen oder alte Hunde
  • Verzögertes Sättigungsgefühl, da Futterbrocken erst im Magen quellen
  • Bei vielen Füllstoffen kommt es zum Absatz großer Kotmengen
  • Erhöhter Flüssigkeitsbedarf nach der Mahlzeit
  • Inhaltsstoffe oft nicht ausreichend/eindeutig genug gekennzeichnet

Welche Vor- und Nachteile hat Nassfutter?

Deutscher Boxer Nassfutter
Vorteile und Nachteile von Nassfutter

Vorteile:

  • Intensiverer Eigengeschmack
  • Wird häufig dem Trockenfutter gegenüber bevorzugt
  • Kann bei kranken oder appetitlosen Hunden zum Fressen anregen
  • Kann auch von Hunden mit Zahnproblemen, von Welpen und Senioren gefressen werden.
  • Enthält viel Wasser und darum gut für trinkfaule Hunde
  • Ist weniger Energiereich und führt seltener zu Übergewicht, selbst wenn mal etwas mehr verputzt wird
  • Vorratshaltung möglich
  • Leichte Lagerung

Nachteile:

  • Viel Verpackungsmaterial
  • Angebrochene Produkte müssen zügig aufgebraucht werden
  • Manchmal starker Eigengeruch
  • Vermehrter Kotabsatz (allerdings abhängig von der Qualität des Produktes und der eingesetzten Füllstoffe)
  • Kennzeichnung von Inhaltsstoffen ebenfalls oft nicht ausreichend
  • Enthält oft Konservierungsstoffe und/oder Geschmacksverstärker
  • Angetrocknete Reste lassen sich nur schwer entfernen

Was bedeutet BARF?

Industriell hergestelltes Futter gibt es noch nicht besonders lange. Zuvor wurden die Vierbeinern mit Schlachtabfällen und Essensresten vom Tisch oder aus der Küche gefüttert. Der Hundemagen ist dabei perfekt auf die Verdauung von rohem Fleisch ausgerichtet. Er hat aggressive Magensäfte und einen pH-Wert unter 1. Zudem besitzt der Hund einen kurzen Darmtrakt. Dies gibt ihm einen Vorteil gegenüber Keimen und Parasiten, da diese zusammen mit der rasch verdauten Nahrung den Körper schnell wieder verlassen und Futter nicht bis zu mehreren Tagen verweilt, wie bei Pflanzenfressern.

BARF raw food for dogs
BARF wird auch bei Boxer Besitzern immer beliebter

Barfen ist also kein neuer Trend, sondern eher wieder eine Rückkehr zur Biologisch Artgerechten RohFütterung (kurz BARF). Wer sich etwas in die Thematik einliest und ein paar Grundregeln beachtet, schenkt dem Hund nicht nur leckere Abwechslung im Napf, sondern auch eine besonders hochwertige und gehaltvolle Ernährungsweise. Dabei werden alle Futterkomponenten roh oder allenfalls leicht gekocht angeboten. Fleisch macht dabei den Löwenanteil von etwa 70-80 % aus. Die verbleienden 20-30 % sind andere Zutaten, wie beispielsweise Obst, Gemüse, Nüsse oder Öle.

Einige kurze Grundregeln zum Barfen:

1. Fleisch als Hauptzutat

Mit Fleisch ist nicht nur das zarte Muskelfleisch gemeint. Eigentlich kann so gut wie alles vom Tier zur Fütterung verwendet werden, also auch die Innereien, Blut, Knochen usw. Sie können gängiges Fleisch verfüttern, wie Geflügel, Rind oder Lamm, aber auch Kaninchen, Pferd, Ziege oder ähnliche Sorten. Bitter füttern Sie kein rohes Schweinefleisch! Erwachsenen Hunden können Sie gern große Stücke geben, die anschließend genussvoll zerkleinert werden. Für Welpen und alte Hunde sollte Fleisch jedoch in etwas mundgerechtere Stücke zerteilt werden.

Zutaten BARF Hundeernährung
Woher kommen die Zutaten für das BARFEN

2. Knochen

Fleischige Knochen sind nicht nur eine prima Beschäftigung, sie wirken zudem wie eine natürliche Zahnbürste und liefern viel wichtiges Calcium. Allerdings dürfen Knochen niemals gekocht angeboten werden, sondern immer nur roh! Durch das Erhitzen ändern sich nämlich Struktur und Elastizität, wodurch die Knochen leicht splittern können und mitunter böse Verletzungen verursachen. Geflügelknochen sind übrigens besser als ihr Ruf. Roh splittern sie keinesfalls und können bedenkenlos verfüttert werden.

3. Fisch

Fisch ist eine prima Alternative und Abwechslung zum Fleisch. Er sollte immer frisch verfüttert werden und liefert wichtige Fette, Vitamine, Kalzium, Iod und Natrium. 1-2 Mal pro Woche dürfen also Lachs, Shrimps, Barsch, Sardellen und ähnliches im Napf Ihres Boxers landen.

4. Gemüse und Obst

Gemüse und Obst können dem Hund separat angeboten oder unter das restliche Futter gemischt werden. Sie müssen vermutlich ausprobieren, wie es Ihrem Boxer am besten mundet. Einige Hunde knabbern gern an einer Möhre oder verdrücken eine ganze Banane, andere verziehen nur das Gesicht bei solcher Rohkost. Sie können es auch kleingerieben unter das Fleisch „schmuggeln“ oder kurz gekocht (aber noch knackig) anbieten. Achtung: Obst sollte vor dem Verzehr bitte entkernt werden.

5. Öle

Fett gehört in jede Mahlzeit des Hundes. Ansonsten können einige Vitamine nicht vom Hundekörper aufgenommen und verwertet werden. Falls Sie also sehr mageres Fleisch füttern, geben Sie einen Schuss Öl hinzu. Bestens hierfür geeignet ist Lachsöl. Es hilft nicht nur bei der Aufnahme wichtiger Vitamine, es enthält auch noch wertvolle Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren. Ein weiterer netter Nebeneffekt: Es sorgt für wunderbar glänzendes Fell bei Ihrem Boxer und stärkt seine Immunabwehr.

6. Milchprodukte

Können getrost weggelassen werden und kommen im natürlichen Speiseplan des Hundes eigentlich auch nicht vor. Zudem neigen einige Hunde beim Verzehr von Milch und Co zu Durchfall oder entwickeln Allergien. Falls Ihr Boxer jedoch gern davon nascht, bieten Sie anstatt Milch lieber Joghurt oder Hüttenkäse an. Ein Würfel Käse kann zudem sehr überzeugend bzw. hilfreich sein, wenn es darum geht lästige Medikamente in den Hund zu bekommen. Eine Tablette, umhüllt von leckerem Käse wird oft so schnell verschlungen, dass die unliebsame Pille nicht mal bemerkt wird.

7. Getreide

Ist ebenfalls nicht wirklich notwendig, auch wenn viele kommerzielle Produkte viel davon enthalten. Wer mag, kann es dennoch in geringen Mengen verfüttern. Gut geeignet sind glutenfreie Sorten, die haben weniger Allergiepotenzial. Außerdem gibt Getreide extra Energie (vor Wettkämpfen) oder kann zum Aufpäppeln genutzt werden (z.B. bei sehr mageren Hunden).

8. Eier

Eier können zwar auch gekocht verfüttert werden, gehaltvoller ist jedoch das rohe Ei. Die Schale kann dabei einfach mit angeboten werden. Falls ihr Hund dieses Extrakalzium nicht so gern frisst, kann es auch zu Pulver zerkleinert unter das Futter gemischt werden. Ein oder zwei Eier pro Woche dürfen es durchaus sein. Das Eigelb verhilft dem Boxer übrigens auch zu einem schönen Fell.

9. Salz

Wer beim Barfen regelmäßig Knochen und Blut verwendet, kann auf eine Prise Salz im Futter verzichten. Ansonsten sollt etwas uniodiertes Speisesalz hinzugefügt werden.

Gibt es Nachteile, wenn ich meinen Boxer barfe?

  • Je nach vorhandenem Platzangebot, kann die Vorratshaltung erschwert sein
  • Eine große Gefriertruhe wäre optimal
  • Erfolgt ein zu einseitiges Angebot beim Barfen, können Mangelerscheinungen oder auch eine Überversorgung mit bestimmten Inhaltsstoffen die Folge sein
  • Gutes Buch zu dem Thema sollte zu Rate gezogen werden, um den Deutschen Boxer optimal zu versorgen. Keinesfalls sollte einfach losgelegt werden
  • Sehr selten kommt es zu Ansteckungen mit Parasiten, Keimen oder sonstigen Errregern
  • Sie erhalten nicht alles, was zum Barfen nötig ist, im herkömmlichen Supermarkt. Ein guter Metzger oder eine Onlineshop, der aufs Barfen spezialisiert ist, versorgt Sie jedoch mit allen nötigen Komponenten

Was sind die Vorteile von BARF?

Vorteile von BARF
Vorteile von BARF
  • Sie wissen genau, was im Futter drin ist
  • Sehr abwechslungsreich
  • Artgerecht
  • Keine Farb-, Konservierungs- oder Aromastoffe
  • Alle Komponenten werden fast vollständig vom Hund verwertet, daraus resultieren kleinere und seltenere Kotmengen
  • Oftmals ist BARF nicht oder nicht wesentlich teurer als Fertigfutter
  • Weniger Zahnstein und kaum Mundgeruch

Wie erkenne ich gutes Hundefutter für den Deutschen Boxer?

  • Als Faustregel gilt: Je kürzer und eindeutiger die Zutatenliste, umso hochwertiger ist oft das Futter
  • Der Hauptbestandteil des gewählten Futters sollte immer Fleisch sein
  • Fisch ist als Alternative gut geeignet
  • Fischmehl und Tiermehl stehen nicht auf der Zutatenliste
  • Das Futter beinhaltet auch Obst und Gemüse
  • Verwendete Schlachtabfälle sind eindeutig gekennzeichnet
  • Wenig bis keine Füllstoffe, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder künstliche Aromen
  • Hochwertige Öle mit wichtigem Omega 3 und Omega 6 wurden verwendet
  • Verständliche und ausführliche Auflistung aller Zutaten
  • Kein Zucker enthalten
  • Enthält wichtige Mineralstoffe und Aminosäuren

Wie gehe ich bei einer Futterumstellung beim Deutschen Boxer vor?

Es gibt viele Gründe, warum der Deutsche Boxer ein anderes Futter benötigt. Er könnte eine Allergie oder bestimmte Krankheit haben, bevorzugt eine andere Fütterungsart, Sie als Besitzer möchten auf ein hochwertigeres Futter umsteigen oder der Boxer braucht altersgerechtere Nahrung (z.B. als Senior). Was auch immer die Gründe sind, keinesfalls sollten Sie von jetzt auf gleich den Napf mit der neuen Sorte füllen.

Es gibt zwar Exemplare, die stecken eine abrupte Futterumstellung gut weg, viele Hunde reagieren jedoch äußerst sensibel, wenn Sie plötzlich neue Kost erhalten. Meistens sind Verdauungsprobleme und insbesondere Durchfall die unangenehmen Folgen. Dies hängt damit zusammen, dass sich der Körper erst auf die neue Fütterungsart einstellen und den Stoffwechsel dementsprechend anpassen muss. Der Boxer könnte jedoch auch mit Appetitlosigkeit reagieren und seine neuen Mahlzeiten zunächst ablehnen.

Darum sollte das alte Futter besser über mehrere Tage hinweg und schrittweise durch das neue ersetzt werden. Sie können dabei den Anteil der alten Sorte bei jeder Mahlzeit etwas reduzieren, bis schließlich nur noch das neue gewünschte Futter im Napf landet. Diese stufenweise Umstellung hat sich sehr bewährt und sollte besonders bei Welpen sehr schonend und langsam vorgenommen werden, da ihr Verdauungsapparat noch richtig ausreifen muss.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn von Nassfutter auf Trockenfutter umgestellt wird. Immerhin wurde durch die Nahrung bisher immer reichlich Flüssigkeit zugeführt, die während der Verdauung vom Körper wieder entzogen wurde. Bei Trockenfutter ist der Flüssigkeitsbedarf allerdings nun erhöht, damit die Nahrung überhaupt verdaut werden kann. Hier darf sich eine Umstellung ruhig über 2-3 Wochen hinziehen.


Braucht der Deutsche Boxer einen Fastentag?

Nein, dazu besteht kein Grund, selbst wenn immer noch viele Halter und Züchter dazu raten und dies praktizieren. Oft wird dabei das Argument angeführt, dass ein fleischloser Tag pro Woche oder ein kompletter Fastentag den Darm des Hundes reinigt und entschlackt.

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist dies jedoch nach nur 24 Stunden keinesfalls gegeben und einfach nur Quatsch. Ein weiterer Grund, warum einige Vierbeiner einmal die Woche hungern müssen: Der Wolf macht in der freien Natur auch nicht jeden Tag Beute und muss längere Fastenzeiten überstehen. Doch ist dies tatsächlich ein Argument dafür, dass ein Diättag pro Woche automatisch gesund und artgerecht ist? Immerhin fastet der Wolf nicht freiwillig oder weil er weiß, dass es gesund für ihn ist. Das geringe Nahrungsangebot zwingt ihn schlicht und ergreifend in diese Situation.

Dennoch gibt es tatsächlich gute Gründe, die ein Fasten manchmal notwendig machen:

  • Blutuntersuchungen, bei denen der Hund nüchtern sein sollte
  • Vor Operationen
  • Bei Durchfall, Erbrechen oder anderen Erkrankungen
Boxer mit Maiskolben
Ist ein Fastentag pro Woche sinnvoll? Eher nicht.

Trinken nicht vergessen!

Frisches Trinkwasser sollte dem Deutschen Boxer rund um die Uhr in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Genau wie beim Menschen hat Wasserentzug nämlich schnellere und schwerwiegendere Konsequenzen, als Nahrungsmangel. Wie viel Ihr Boxer trinken sollte, ist dabei von mehreren Faktoren abhängig.

Zum einen spielt die Fütterungsart eine wichtige Rolle. Wer Nassfutter aus der Dose anbietet oder seinen Hund barft, dessen Vierbeiner benötigt weniger Flüssigkeit, als solche Boxer, die mit Trockenfutter ernährt werden. Während der heißen Jahreszeit kommt es zudem zu vermehrtem Flüssigkeitsverlust, da der Hund viel und häufig hechelt, um seinen Temperaturhaushalt zu regulieren. Die verlorene Flüssigkeitsmenge muss natürlich durch Trinken ausgeglichen werden. Auch kranke Hunde haben vorübergehend ein gesteigertes Flüssigkeitsbedürfnis. Insbesondere, wenn sie unter Durchfall oder Erbrechen leiden.

Wichtig:

  • Trinkt Ihr Boxer plötzlich auffallend viel oder wenig, obwohl sich nichts an seiner Fütterungsart, Belastung oder Lebensumständen geändert hat, so sollte er vorsichtshalber einem Tierarzt vorgestellt werden. Häufiges Trinken könnte beispielsweise ein Indiz für ein Nierenproblem sein.
  • Wer viel und lange mit dem Boxer unterwegs ist, sollte (besonders an warmen Tagen) immer an eine Flasche Wasser für den Hund denken und einen mobilen (z.B. faltbaren) Trinknapf im Gepäck haben.
  • Reinigen Sie den Wassernapf täglich mit heißem Wasser, damit Keime und Bakterien keine Chance haben.

Was ist wichtig bei der Ernährung des Boxerwelpen?

Wer einen Boxerwelpen kauft und endlich zu sich nach Hause holen darf, bekommt vom Züchter in der Regel eine Anfangsration des gewohnten Futters mit, oder bekommt zumindest Auskunft, was der Welpe bis jetzt gefressen hat. Sie können bei dieser Sorte bleiben und später auf eine Fütterungsart oder andere Marke Ihrer Wahl umstellen. Natürlich können Sie auch den Züchter zu Rate ziehen und fragen, womit er gute Erfahrungen beim Junghund oder erwachsenen Boxer gemacht hat.

Füttern Sie den Welpen immer mehrmals am Tag. Sein kleiner Magen ist anfangs schnell voll, aber genauso rasch wieder leer und der kleine Racker somit ereut hungrig. Später kann dann langsam auf zwei Mahlzeiten reduziert werden.

Boxer im Wachstum brauchen natürlich viel Energie, um zu gedeihen. Achten Sie auf ein ausgewogenes Kalzium-Phosphor-Verhältnis für eine gute Knochenentwicklung und darauf, dass sein Futter nicht zu viel Protein enthält. Bis zu 30 % sind jedoch völlig in Ordnung. Eiweiß ist zwar essentiell in der Wachstumsphase, ein Zuviel kann sich jedoch nachteilig auf die Nieren auswirken. In Welpenfutter sind die Komponenten aber in der Regel gut aufeinander abgestimmt und unterstützen ein gesundes Wachstum. Zusätzliche Vitamin- oder Mineralpräparate, die beispielsweise unters Futter gemischt werden, sind nicht notwendig und können sich eher negativ auf eine gute Entwicklung auswirken. Sie sollten nur bei entsprechender Indikation und in Absprache mit einem Tierarzt verabreicht werden.

Vermeiden Sie eine zu frühe Umstellung auf ein Adult-Futter und bieten Sie Welpennahrung immer laut der empfohlenen Dosierung an. Bei Überfütterung könnte es sonst schnell passieren, dass der Boxer zu schnell wächst, was spätere Probleme mit Knochen und dem gesamten Bewegungsapparat zur Folge haben könnte.

Futter Deutscher Boxer Welpe
Boxerwelpen benötigen anderes Futter als ausgewachsene Hunde.

Braucht mein alternder Boxer eine spezielle Ernährung?

Boxer bleiben oft bis ins hohe Alter noch verspielt und agil. Dennoch sind sie natürlich nicht mehr ganz so fit und ausdauernd wie früher. Darum brauchen sie unter Umständen längere Ruhe- und Erholungsphasen. Viele werden auch generell etwas gemütlicher und schlafen und dösen gerne länger.

Durch den reduzierten Bewegungsdrang benötigt der Senior-Boxer nun nicht mehr so viel Energie, die ja mit der Nahrung stetig zugeführt wird. Wer aber weiterhin den Napf mit normalem Adult-Futter füllt, der riskiert demnach Übergewicht bei seinem Hund. Unnötig zu sagen, dass dies zu einer verminderten Lebenserwartung und Lebensqualität führen kann, da gesundheitliche Probleme die Folge sind.

Kommt ihr Boxer also langsam in die Jahre und Sie bemerken ein Nachlassen seines Aktivitätsgrades, so sollte die bisherige Futterration neu kalkuliert werden. Um den veränderten Bedürfnissen noch besser gerecht zu werden, kann auch auf ein Seniorenfutter umgestellt werden. Diese sind in der Regel durch mehr Ballaststoffe leichter verdaulich und an den verringerten Energiebedarf des Hundes angepasst.

Da viele Senioren unter Alterswehwehchen leiden und beispielsweise Gelenk- oder Nierenproblem bekommen, kann eine besondere Diät sinnvoll sein. Es gibt zahlreiche Futtermittel, die speziell auf solche Bedürfnisse zugeschnitten sind und solchen Leiden vorbeugen oder zumindest abmildern können.

Da der alte Boxer manchmal Probleme mit Zähnen und Zahnfleisch hat, sollten nun große Kauknochen eher gemieden werden. Sie begünstigen Verletzungen im Mundraum und können bei der nun trägeren Verdauung obendrein noch zu Verstopfungen führen. Wer Trockenfutter anbietet, kann die Brocken ruhig mit etwas lauwarmem Wasser anfeuchten, damit sie besser kaubar und verdaubar sind. Viele Senioren bevorzugen im Alter sogar eine etwas weichere Kost.


Wie erkenne ich einen gut und richtig ernährten Deutschen Boxer?

  • Gesund aussehendes, glattes und glänzendes Fell
  • Wenig Kotabsatz (hochwertiges Futter wird besser und vollständiger verwertet, als solches mit vielen Füllstoffen)
  • Kaum oder gar kein Mundgeruch
  • Gesundes Zahnfleisch und Zähne mit wenig bis gar keinem Zahnstein
  • Rippen sind leicht zu tasten aber nicht sichtbar
  • Der Hund hat von oben betrachtet eine Taille
  • Größe und Gewicht des Boxes liegen in den vorgegebenen Grenzen des Standards
  • Der Hund ist aktiv, vital und aufmerksam
  • Keinerlei Haut- oder Fellprobleme

Was sind Anzeichen für eine falsche Ernährung?

Nicht immer wird bei Problemen, Verdauungsstörungen und gesundheitlichen Auffälligkeiten direkt auf eine falsche Ernährung des Deutschen Boxers getippt. Im Gegenteil. Immerhin bekommt der Hund dieses oder jenes Futter ja schon jahrelang, warum sollte es ihm schaden? Doch die Wahrheit ist, dass sich Unverträglichkeiten, Mängel, Allergien oder Ähnliches oftmals tatsächlich erst nach Jahren zeigen, da die Schädigung durch unzureichendes Futter häufig schleichend verläuft. Folgende Probleme können bei minderwertigem Futter unter anderem auftreten:

  • Fellprobleme
  • Haarausfall
  • Kein Glanz
  • Juckreiz
  • Allergien
  • Organschäden

Besonders bei Allergien kann es sehr langwierig werden, den tatsächlichen Auslöser dingfest zu machen. Dies ist einer (bei kommerziell produziertem Futter) oft ungenügenden Kennzeichnung aller enthaltenen Zutaten geschuldet. Trotzdem bringt eine mühselige Ausschlussdiät manchmal den gewünschten Erfolg. Falls nicht, sollte auf ein Futter mit wenig Allergiepotenzial zurückgegriffen werden. Dies beinhaltet oft etwas exotischere Fleischsorten, wie Känguru, Wild oder Ähnliches. Auch Barfen kann helfen, Juckreiz, Haarausfall etc. in den Griff zu bekommen.

Darüber hinaus sind natürlich auch Über – und Untergewicht wichtige Indikatoren, dass der Boxer nicht richtig ernährt wird.


Warum frisst mein Deutscher Boxer manchmal Gras?

Das Fressen von Gras gehört zum natürlichen Verhaltensrepertoire des Hundes und auch Wolfes. Es gibt unterschiedliche Gründe, warum der Boxer manchmal am Grün knabbert und meistens sind sie nicht besorgniserregend.

Lange wurde vermutet, dass durch die Aufnahme von Grashalmen ein Nährstoffmangel ausgeglichen werden sollte, diese Annahme gilt jedoch mittlerweile als widerlegt. Tatsächlich mögen einige Hunde es einfach, frischen Gras zu fressen, ähnlich uns Menschen, wenn wir einen Salat oder Snack verputzen.

Manchmal ist dieses Verhalten beim Vierbeiner jedoch auch ein Hinweis darauf, dass er Verdauungsprobleme hat. Einige nehmen die Grashalme auf, um durch die darin enthaltenen Ballaststoffe die Verdauung anzukurbeln. Andere wollen bewusst ein Erbrechen herbeiführen, da sie zuvor etwas aufgenommen haben, dass ihnen nun auf den Magen drückt.

Sollte sich Ihr Boxer tatsächlich nach dem Grasfressen übergeben und es geht ihm danach besser, so belassen Sie es dabei. Wenn er jedoch einfach nicht vom Gras ablassen kann, sich permanent übergibt oder weiterhin würgt, wird es Zeit, ihn bei einem Tierarzt vorzustellen und dieses Verhalten abzuklären.


Warum frisst mein Deutscher Boxer manchmal den Kot von Artgenossen oder anderen Tieren?

Es ist wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt, warum einige Hunde eine Vorliebe für den eigenen oder den Kot anderer Tiere entwickeln. In der Fachsprache heißt dies übrigens Koprophagie. Es gibt auch Exemplare, die fressen menschlichen Kot, beispielsweise den Windelinhalt des Babys oder wenn das Kleinkind ins Töpfchen macht. Folgende Theorien kommen in Frage:

  • Hündinnen fressen für einige Tage nach der Geburt die Hinterlassenschaften ihrer Welpen. Dieses Verhalten gilt jedoch als normal
  • Gleiches gilt für kotfressende Welpen. Sie zeigen dieses Verhalten einfach aus Neugier und stecken wie kleine Kinder gerne alles ins Maul. Dieses Verhalten gibt sich jedoch meist von selbst
  • Mineralstoffmangel oder andere Mangelerscheinungen beim Hund
  • Verdauungsenzyme fehlen (Bauchspeicheldrüsenerkrankung)
  • In vielen industriell hergestellten Futtersorten sind viele Geschmacksverstärker enthalten, die selbst den Kot für die Hunde noch schmackhaft machen
  • Auch Kot von hauptsächlich gebarften Hunden scheint reizvoll und „lecker“ zu sein
  • Territorialverhalten. Der Duft und die Markierungen von anderen Artgenossen sollen entfernt werden.
  • Der Hund zeigt dieses Verhalten, weil er so die Aufmerksamkeit von Herrchen oder Frauchen erlangt, die meist energisch reagieren, wenn sie den Vierbeiner dabei erwischen.
  • Nahrungsentzug/Hunger
  • Erworbene Verhaltensstörung

Unnötig zu sagen, dass dieses Verhalten nicht nur unästhetisch, sondern auch unhygienisch ist und viele Krankheiten sowie Parasiten übertragen werden können. Von Hund zu Hund aber natürlich auch auf den Menschen. Immerhin dürfen viele Boxer mit aufs Sofa oder gar ins Bett. Außerdem lecken sie gerne mal Herrchen und Frauchen die Hände oder übers Gesicht.

Das Kotfressen ist oft nur schwer wieder zu beseitigen. Sie sollten beim Tierarzt abklären lassen, dass medizinisch alles mit Ihrem Boxer in Ordnung ist und er keine Ernährungsmängel aufweist. Ansonsten sollten Sie sofort erziehungstechnische Maßnahmen ergreifen. Einige Halter präparieren Kot mit Chili oder Tabasco, damit der Hund schlechte Erfahrungen mit dem Kotfressen macht und ab sofort damit aufhört. Auch das Tragen eines Maulkorbs und das Führen des Hundes an der Leine können das lästige Verhalten unterbinden, ebenso wie konsequente Abbruchsignale („Pfui“). Möchte Ihr Boxer nur Ihre Aufmerksamkeit erlangen, könnte es helfen, sich vermehrt mit ihm zu beschäftigen, mehr Sozialkontakte zu ermöglichen und ihn generell mehr auszulasten.


Was tun, wenn mein Boxer Übergewicht hat?

Zum Glück neigt der Deutsche Boxer eher selten zu Übergewicht. Bestimmte Faktoren erhöhen aber natürlich das Risiko:

  • Bewegungsmangel
  • Zu gehaltvolles Futter
  • Fortgeschrittenes Alter
  • Kastration (manchmal werden Hunde anschließend etwas träger)
  • Viele Leckerlis oder Naschereien von Herrchens Teller

Der Rassestandard gibt dabei erste Anhaltspunkte, ob Ihr Boxer gut genährt, zu dünn oder gar übergewichtig ist. Sind die Extrakilos allerdings erst mal auf den Rippen, sind sie oft mühsam wieder loszuwerden.

Setzten Sie den Boxer niemals auf eigene Faust auf Diät, sondern immer in Absprache mit einem Tierarzt. Er wird mit Ihnen einen Ernährungs- und gegebenenfalls auch Bewegungsplan erstellen, damit die Abnahme koordiniert und unter Aufsicht erfolgt.

Falls Sie glauben, Ihr Boxer sei zu dünn, ist ebenfalls ein Gang in die Praxis angeraten. Es könnte eine falsche Ernährung dahinterstecken, ein Parasitenbefall oder eine Krankheit.

Um Übergewicht von vorne herein zu vermeiden, helfen folgende Tipps:

  • Lange ausgedehnte Spaziergänge
  • Der Boxer ist ein Kraftpaket und Allrounder, versuchen Sie sich beide doch mal an einer Hundesportart
  • Körperliche und geistige Beschäftigung sind tägliches Pflichtprogramm
  • Füttern sie Fertignahrung immer laut den Empfehlungen auf der Packung
  • Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen das Gewicht des Hundes
  • Reduzieren Sie die Tagesration des normalen Futters, wenn es zwischendurch Leckerchen gibt
  • Achten Sie auf kalorienreduzierte Kost bei kastrierten und alten Hunden
  • Achten Sie auf hochwertige und gesunde Nahrung, die Mangelerscheinungen erst gar nicht aufkommen lässt
  • Bei sehr gierigen Hunden kann eine Lightvariante helfen, den Appetit zu sättigen, aber weniger Energie, sprich Kalorien, aufzunehmen

Vorsicht mit Leckereien und Snacks zwischendurch

Das Laster mit den Leckerchen. Wir wissen, dass zu viele Naschereien sich schnell auf den Hüften bemerkbar machen können und zu Übergewicht führen. Beim Boxer ist das nicht anders. Wer zum Beispiel fürs Training Leckerlis ans Anreiz und Motivation nutzt, sollte also gegebenenfalls die normale Futterration etwas kürzen, sehr kleine Belohnungshäppchen verteilen oder auf kalorienarme Varianten umsteigen. Sie könnten auch eine Tagesration an abgezählten/abgewogenen Naschereien in einem Schraubglas oder Plastikbehälter aufbewahren und sobald diese aufgebraucht sind, ist Schluss. So behalten Sie den Überblick und kommen nicht in Versuchung, noch mehr Leckerlis auszuteilen.

Hundekekse und Leckerlies für den Boxer
Bei so viel Auswahl würde sich der Boxer am liebsten durchfressen.

Vorsicht auch mit Essensresten oder kleinen Extrahappen vom Tisch. Auch diese Kalorien können sich schnell aufs Gewicht auswirken. Erst recht, wenn regelmäßig etwas für den Boxer abfällt. Geben Sie Betteleien darum am besten nie nach. Wer von Anfang an konsequent die flehenden Dackelaugen seines Boxers ignoriert, dessen Hund wird das Betteln schnell aufgeben und Sie dauerhaft in Ruhe lassen.

Abgesehen davon ist bei Weitem nicht alles, was für den Menschen gesund und lecker ist, für den Vierbeiner ebenfalls bekömmlich und gut. Vieles, was wir gern und in größeren Mengen essen, ist schon in kleineren Dosen für den Boxer gefährlich und kann schlimmstenfalls sogar zum Tode führen. Welche Lebensmittel unter gar keinen Umständen im Napf Ihres Boxers landen sollten, erfahren Sie weiter unten.


Unverträgliche Lebensmittel für den Deutschen Boxer

Viele Lebensmittel und Speisen, welche für den Menschen gesund sind und die wir mit Genuss essen, sind für Hunde absolut unverträglich und manchmal sogar lebensbedrohlich, da giftig. Sie tun Ihrem Boxer also keinesfalls etwas Gutes, wenn Sie seinem Betteln bei Tisch nachgeben oder für ihn die ein oder anderen Essensreste nach der Mahlzeit abfallen.

So schwer es also ist, den traurigen Blicken zu widerstehen. Dulden Sie Betteln von Anfang an nicht und geben Sie keinesfalls nach. Auch nicht als Ausnahme an Weihnachten, wenn es Festtagsbraten gibt. Ihr Boxer ist nicht dumm und wird es immer wieder versuchen. Konsequenz ist das Zauberwort.

Es kann helfen, sich vor Augen zu führen, dass Ihr Boxer den leckeren Hühnerschenkel vermutlich auch niemals mit Ihnen teilen würde. Im Gegenteil. Übriggebliebene Reste würden von ihm eher akribisch versteckt und verbuddelt, um sie nicht teilen zu müssen und später zu fressen.

Wenn Sie Ihren Hund neben der Fertignahrung auch mit frischen Zutaten verwöhnen möchten, so könnte Teilbarfen eine Lösung für Sie sein.

Die nachfolgende Liste von unverträglichen Lebensmitteln ist keinesfalls vollständig und soll nur als erster Anhaltspunkt dienen, was nicht im Magen Ihres Boxers landen sollte:

Schokolade - Collage
Schokolade als Leckerlie ist für den Hund völlig ungeeignet
  • Mandeln und andere Nüsse
  • Weintrauben und Rosinen
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Avocado
  • Alkohol
  • Schokolade und andere Süßigkeiten und gesüßte Speisen
  • Gekochte Knochen (Splittergefahr!)
  • Aubergine
  • Rohe Kartoffeln
  • Scharfe und stark gewürzte Speisen
  • Rohes Schweinefleisch
  • Koffein
  • Kuhmilch (Verursacht oft Durchfälle)
  • Rohe Kohlsorten
  • Obstkerne und Obststeine
  • Chili, Peperoni, Jalapeno

Natürlich gilt die altbekannte Regel: Die Dosis macht das Gift. Eine kleine Rosine oder ein Schluck Kuhmilch bringen Ihren Boxer nicht gleich um. Denken Sie jedoch daran, dass eine Vergiftung auch schleichend von statten gehen kann, wenn bestimmte Speisen regelmäßig aufgenommen werden.

Falls Sie beobachten, wie Ihr Boxer etwas Giftiges oder Unverträgliches frisst (insbesondere in nennenswerten Mengen), sollten Sie ihn umgehend zum Tierarzt bringen. Bei einigen Vergiftungen zählt tatsächlich jede Minute, um Schlimmeres zu verhindern.

Übrigens:

Besondere Vorsicht ist beim Verzehr von rohem Schweinefleisch geboten. Es könnte das für Hunde gefährliche Aujetzki-Virus enthalten. Für den Menschen harmlos und absolut unbedenklich, kann es bei Hunden zur sogenannten Pseudo-Wut führen. Diese Krankheit endet immer tödlich und das oft in kürzester Zeit. Wenn Schweinefleisch gefüttert wird, dann also bitte immer vollständig durchgegart. Sicherer ist es jedoch komplett darauf zu verzichten.

Rohes Schweinefleisch
Rohes Schweinefleisch kann für den Boxer gefährlich werden.

Welches Futter geben Sie Ihrem Hund? Womit haben sie gute Erfahrungen gemacht? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.