Hunderasse Deutscher Boxer
Der Deutsche Boxer

Familienhund Deutscher Boxer

Der Deutsche Boxer hat seinen Ursprung, wie der Name bereits verrät, in Deutschland. Als Jagdhund an den Fürstenhöfen wurde er in seinen Anfängen sehr geschätzt und war von jeher als Gebrauchs- und Diensthund im Einsatz.

Heutzutage mausert er sich hingegen mehr und mehr zum viel geliebten Familienhund. Er ist bekannt für seine Anhänglichkeit, seinen Mut, Kinderfreundlichkeit und seine schier unerschöpfliche Energie.

Wer einmal einen Boxer sein Eigen nennen durfte, will eigentlich nie wieder einen anderen Hund.

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Der Deutsche Boxer

Weitere Namen Boxer, German Boxer
Größe ♂ Rüde: 57-63 cm
♀ Hündin: 53-59 cm
Gewicht ♂ Rüde: 27–32 kg
♀ Hündin: 25–29 kg
Herkunft/Ursprung Deutschland
Farbe gelb oder gestromt mit schwarzer Maske (weiß und schwarz sind nicht zur Zucht zugelassen)
Fellbeschaffenheit kurz, hart, anlieged und glänzend
Lebenserwartung 10 – 12 Jahre
Charakter/Wesen loyal, verspielt, intelligent, furchtlos, freundlich, selbstbewusst, ausgeglichen, wachsam
Krankheitsgefährdung Hüftdysplasie, OCD, Tumore, Herzerkrankungen, Spondylose, Magendrehung, IBD
FCI FCI Nr:144, Gruppe 2, Sektion 2.1: Molossoide, doggenartige Hunde Boxer FCI Standard als PDF
Aktivitätsbedarf Der Boxer hat einen großen Aktivitätsbedarf
Futterbedarf Der Boxer hat einen großen Futterbedarf
Fellpflege Der Boxer hat einen geringen Aufwand für Fellpflege
Stadteignung Der Boxer ist für die Stadt teilweise geeignet
 

Deutscher Boxer Infografik mit Größe, Gewicht, Herkunft, Lebenserwartung, Aktivitätsbedarf, Futterbedarf, Fellpflege und Stadteignung
Deutscher Boxer Infografik

 

 

Der Deutsche Boxer
Der Deutsche Boxer: Wer einmal einen Boxer sein Eigen nennen durfte, will eigentlich nie wieder einen anderen Hund.

 


10 Fakten über den Deutschen Boxer

Keep Calm And Love Boxer
Keep Calm And Love Boxer

1. Der Deutsche Boxer ist eng mit der Deutschen Dogge verwandt. Ihre gemeinsamen Vorfahren sind die Bullenbeißer. Der direkte Vorfahre des Deutschen Boxers ist allerdings der Kleine Brabanter Bullenbeißer.

2. Ursprünglich waren die Farben Weiß und Schwarz beim Deutschen Boxer zugelassen. Erst 1925 wurden diese Farbschläge offiziell verboten und entsprechende Welpen nach der Geburt getötet. Heutzutage ist das Töten zwar verboten und weiße Boxer bekommen auch Papiere, jedoch niemals eine Zuchtzulassung.

3. Die zurückgesetzte und nach oben aufgestülpte Nase wurde nicht als Schönheitsideal gezüchtet, sondern erfüllt tatsächlich einen Zweck. Wenn die Vorfahren des Boxers bei Jagdeinsätzen das wehrhafte Wild packten, so ermöglichte ihnen die spezielle Nasenform, problemlos weiterzuatmen. So musste der Hund nicht zwischendurch von der Beute ablassen, um nach Luft zu schnappen.

4. Boxer haben einen Vorbiss. Der Unterkiefer ist etwas nach oben gebogen und länger als der Oberkiefer. Nicht alle Welpen werden bereits mit dem Vorbiss geboren. Er kann sich auch später noch entwickeln.

5. Die Rasse gilt als wahres Allroundtalent. Wachhund, Schutzhund, Rettungshund, Sport-, Familien- und Begleithund? Alles kein Problem. Der Boxer eignet sich für viele Ausbildungen.

6. Nicht alle Boxer haben dauernd Sabberfäden an den Mundwinkeln hängen. Dies ist ein hartnäckiges Vorurteil. Die einen speicheln mehr, die anderen weniger. Nach dem Fressen oder Trinken sowie bei Aufregung bzw. Erregung kann der Speichelfluss allerdings tatsächlich zunehmen. Darum wischen Boxerbesitzer ihren Schützlingen nach den Mahlzeiten oft vorsorglich das Maul ab.

7. Sehr heiße und allzu kalte Temperaturen machen dem Boxer aufgrund seines kurzen Fells zu schaffen.

8. Seit 1895 gibt es den Boxer-Klub e.V. Er ist einer der ältesten Rassehundklubs in Deutschland.

9. Da es ein Kupierverbot in Deutschland gibt, bleiben Ohren und Rute beim Boxer naturbelassen. Trotzdem werden Rassevertreter aus Ländern ohne ein solches Verbot akzeptiert und nicht benachteiligt.

10. Der Deutsche Boxer war eine der ersten Hunderassen, die für den Einsatz bei der deutschen Polizei ausgebildet wurden.

Deutscher Boxer auf einer Brücke
Deutscher Boxer auf einer Brücke

 


Wesen und Charakter: Mehr Entertainer als Boxer

Der Deutsche Boxer hat einen ausgeglichen, nervenstarken und selbstbewussten Charakter. Er ist wachsam und immer erst einmal misstrauisch gegenüber Fremden. Er taut jedoch sehr schnell auf, wenn er merkt, dass keine Gefahr droht. Trotzdem ist er bereit, sein Zuhause und seine Menschen zu verteidigen, sollte es nötig sein. Immerhin hat der Boxer nicht nur eine stattliche Erscheinung, sondern ist in der Tat sehr mutig und fruchtlos. Sein Wesen ist allerdings auch anhänglich und treu.

Der Boxer liebt seine Familie über alles und kommt bei entsprechender Erziehung und Prägung hervorragend mit Kindern aus und ist ihnen ein verlässlicher Freund und alberner Spielgefährte. Nichtsdestotrotz wird dem Deutschen Boxer eine natürliche Schärfe in die Wiege, oder besser gesagt Wurfkiste, gelegt. Trotz Verspieltheit, Anhänglichkeit und vorzüglicher Eignung als Familienhund ist er dennoch kein Anfängerhund.

Allerdings hat er den Willen, sich seinen Menschen unterzuordnen und arbeitet gern mit. Doch Vorsicht. Der markante und unverwechselbare Kopf mit dem breiten Fang beherbergt einen kleinen Dickkopf. Darum sind bei der Ausbildung des Boxers eine gewisse Geduld und natürlich Konsequenz gefragt.

Mehr zum Charakter und Wesen des Deutschen Boxers hier

I love my Boxer!
I love Boxer!

 


 

Kennst Du einen Deutschen Boxer? Beschreibe ihn! Was macht den Deutschen Boxer so einzigartig? Bitte hinterlasse einen Kommentar!

 

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare

  1. Luise

    Ich hatte eine Boxerdame über lange Zeit zum täglichen Ausführen. Nach ca. Vier Wochen ernstem Training ging sie perfekt bei Fuss, auch an Strassen und Ampeln lief es bald wie selbstverständlich. Boxer lernen gern und gut, wenn man ein guter Lehrer ist 😉
    Sie haben ein grosses Nähebedürfnis und sind nur für Menschen, die ihn als vollwertiges Familienmitglied oder Partner akzeptieren, geeignet. Dieses Bedürfnis bringt den Vorteil, dass sie sehr treu und sich ihren lieben gegenüber verantwortlich zeigen.
    Diese Dame war super fürs Joggen sowie fürs „Auf-dem-Sofa-liegen“ oder Auto- und Busfahren geeignet. Ihre Ruhe hin von meiner Ruhe ab. So lernt man selbst noch dazu. Mit Kindern war sie auch toll, wenn es ihr zuviel wurde, hat sie höchstens geknurrt und dann ist diese Grenze einfach zu akzeptieren.
    Dickköpfigkeit gibt es hin und wieder, da auch Boxer Prinzipien haben, wie z. B. : „Ich will immer dabei sein“, oder „ich darf das auch essen“. Da muss man eventuell ein beleidigtes Gesicht in Kauf nehmen. So wird es nie langweilig mit einem Boxer, da es sich um einen echten Charakterhund handelt. Ich liebe Boxer.

    1. Vanessa Heil

      Hallo Luise!

      Tolle Nachricht. Sie beschreibt sehr schön, wie wunderbar das Leben mit Boxer sein kann, wenn man ihn so nimmt, wie er ist. Ihm aber gleichzeitig natürlich auch Grenzen setzt. 😉
      Es sind wirklich wunderbare Begleiter. Sehr treu und gelehrig. Egal, ob Boxer oder nicht. Jeder Hund hat ein Zuhause verdient, wo er als vollwertiges Mitglied akzeptiert wird. Meine Hündin knurrt übrigens auch, wenn ihr die Kinder mal auf die Nerven gehen. Sie geht dann auf ihren Platz. Da weiß sie, hat sie ihre Ruhe.
      Wieso hattest Du die Boxer-Dame denn nur zum Ausführen? Gehörte sie Dir nicht?
      Ganz liebe Grüße,
      Vanessa

  2. Luise

    Hallo Vanessa,
    Dankeschön! Der Hund war voll in eine Familie mit einem weiteren Hund integriert. Nur gingen sie nicht wirklich mit den Hunden spazieren. Ich war damals noch sehr jung und den ganzen Tag am Arbeiten. Da hätte er es bei mir nicht gut gehabt, bzw sie. Ich bin meist mit beiden nacheinander gegangen, doch die eine war mein Liebling.
    Schön, dass ihr den Hund und gleichzeitig Kinder habt. Wenn wir nen Garten hätten, wäre das bei uns auch so.
    Alle guten Wünsche und ganz liebe Grüße,
    Luise

    1. Vanessa Heil

      Hallo nochmal Luise!

      Toll, dass Du den Hunden Spaziergänge ermöglicht hast. 🙂 Boxer sind ja doch sehr bewegungsfreudig und sportlich. Die haben es Dir bestimmt gedankt die beiden.
      Ja, manchmal passt es mit der Hundehaltung einfach (noch) nicht. Doch es geht auch ohne Garten 😉 Zumindest, wenn man einen kleineren bis mittelgroßen Hund hält und ihn ausreichend auslastet. Wenn Ihr also Zeit habt, dann spricht doch nichts gegen ein etwas kleineres vierbeiniges Exemplar 🙂
      Viele liebe Grüße,
      Vanessa

  3. Luise

    Hi Vanessa, das wäre wirklich schön. Haben uns übergangsweise eine Hauskatze, die sonst im Tierheim gelandet wäre, zugelegt. Ist einfach schön ein Tier zu haben…obwohl Katzen meiner Meinung nach raus zum Mäusejagen sollten… Naja, sie tastet sich langsam an Balkon und Fensterbank….hat lange gedauert … Aber nichts kann einen Boxer ersetzen!
    Ganz liebe Grüße 🤗

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